Wetterablauf der Regionalstationen 

 
Zu den Monatsberichten und Diagrammen der Stationen

 

zu kalt, zu trocken, sonnenscheinreich

 

Wir kommen nun wieder zum Witterungsbericht der Regionalwetterstationen.

Der Februar 2018 präsentierte sich an den 27 meldenden Stationen als richtiger Hochwintermonat. Mit einer Abweichung von -2,1 K war es deutlich zu kalt. Das Temperaturmittel lag lediglich bei -1,6 °C.

Mit einem durchschnittlichen Niederschlag von nur 21,1% war der Monat extrem zu trocken. Dazu gab es durch länger anhaltende Hochdrucklagen eine durchschnittliche Sonnenscheindauer von 158%, ein krasser Gegensatz zu den unterversorgten restlichen Monaten des Winters.

Hier nun die Auswertungen:

Zunächst wieder die Stationen mit den höchsten Temperaturmittelwerten:

Köln-Weiß                                 0,5 °C

Darmstadt                               - 0,1 °C

Ahlen                                       - 0,4 °C

Berlin-Rahnsdorf                       - 0,6 °C

Bismark                                   - 0,6 °C

Die tiefsten Mittelwerte meldeten folgende Stationen:

Olbernhau                                - 4,1 °C

Mitterdarching                           - 3,7 °C

Lichterfelde                               - 2,5 °C

Großerkmannsdorf                    - 2,4 °C

Wiesenburg und

Baruth jeweils                             - 1,9 °C

Im Vergleich zum langjährigen Mittel gab es nur negative und dabei teils gravierende Abweichungen. Hier die fünf Stationen mit den größten negativen Abweichungen:

Neuenhagen                             - 3,5 K

Jänickendorf                             - 3,1 K

Köln-Weiß und

Olbernhau jeweils                     - 3,0 K

Salzwedel                                - 2,9 K

Die Höchstwerte traten vorwiegend am 16. des Monats auf.

Die höchsten Maxima registrierten die Stationen

Salzwedel                                11,4 °C

Berlin-Rahnsdorf                       9,0 °C

Jänickendorf                              8,4 °C

Baruth                                       8,3 °C

Köln-Weiß                                  8,1 °C

Es traten außergewöhnlich viele Frosttage auf. Olbernhau, Zenting-Daxstein und Großerkmannsdorf registrierten hierbei mit 28 Frosttagen das Maximum, Bismark, Berlin-Rahnsdorf, Neumünster und Ahlen mit 23 Tagen das Minimum an Frosttagen.

Es gab im Februar 2018 viele Eistage zu verzeichnen. Die Anzahl der Eistage lag zwischen 19 Eistagen in Zenting-Daxstein und 3 Eistagen in Berlin-Friedrichshagen, Salzwedel, Köln-Weiß und Darmstadt.

Am tiefsten sank das Quecksilber in

Mitterdarching                           - 21,6 °C

Jänickendorf                             - 20,8 °C

Salzwedel                                - 19,2 °C

Baruth                                      - 17,8 °C

Olbernhau                                - 17,5 °C

Im Mittel wurde der kälteste Tag am 27. registriert.

Es traten außergewöhnlich viele Bodenfrosttage auf. So meldeten 8 Stationen jeweils 28 Bodenfrosttage. Das Minimum an Bodenfrosttagen lag bei 17 Tagen und wurde in Zenting-Daxstein registriert.

Als tiefste Temperatur am Erdboden registrierte die Messstelle in Baruth -21,3 Grad Celsius am 28.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der Regionalstationen lag bei 79 Prozent.

Die Niederschlagsverteilung war in der Region recht ausgeglichen.

Die höchsten Niederschlagmengen konnten an den Stationen

Mitterdarching                         62,1 mm

Bismark                                   55,3 mm

Köthen                                     23,6 mm

Köln-Weiß                                20,8 mm

Ahlen                                       14,2 mm

registriert werden.

Die geringsten Mengen meldeten die Stationen

Baruth                                      2,0 mm

Jänickendorf                             2,6 mm

Neuenhagen                             2,9 mm

Berlin-Rahnsdorf und

Eisleben jeweils                        3,7 mm

In der prozentualen Bilanz führten

Mitterdarching                         66,8 %

Jüdenberg                                37,7 %

Köln-Weiß                                32,0 %

Pretsch                                    29,8 %

Annaburg                                 28,7 %

die Rangliste an.

In Baruth fielen hingegen nur 5,9 Prozent des Monatssolls.

Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 12 in Zenting-Daxstein und 3 in Annaburg, Eisleben und Salzwedel.

Die höchste Niederschlagsmenge konnte die Station Mitterdarching mit 19,8 mm am 15.02. messen.

An bis zu 24 Tagen lag an den Stationen eine Schneedecke.

Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen

Zenting-Daxstein                       36 cm

Mitterdarching                           10 cm

Jessen,

Hohenwulsch,

Köln-Weiß und

Mühlanger jeweils                      5 cm

Die Höchstwerte traten vorwiegend am 28. des Monats auf.

Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen

Neumünster                           12 cm

Köln-Weiß                               8 cm

Hohenwulsch                          6 cm

Jessen                                    5 cm

gemessen werden.

Die meisten Sonnenstunden registrierten die Regionalstationen in

Baruth                          156,5 Stunden

Jänickendorf                 149,5 Stunden

Köln-Weiß                    136,4 Stunden

Wittenberg                    133,9 Stunden

Am wenigsten schien die Sonne in

Jessen                          44,9 Stunden

Salzwedel                     103,0 Stunden

Neuenhagen                 104,6 Stunden

Neumünster                  110,7 Stunden  

Prozentual gesehen reichte die Spanne von Baruth mit 223,5 % bis Jessen 62 %, wobei die Stationen mit Überschuß klar überwogen.

Heitere Tage gab es im Durchschnitt 4, trübe Tage dagegen 6.

Die höchste Windspitze konnte die Station Jessen mit 19,1 m/s messen.

Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 2, das Mittel mit Windspitzen über Beaufort 8 (stürmische Tage) lag bei 0.

Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Jessen mit 11 Tagen, bei den stürmischen Tagen waren es die Stationen Jessen und Darmstadt mit jeweils 2 Tagen.

Der Luftdruck hatte ein Mittel von 1019,1 hPa aufzuweisen.

Gewittertage wurden an keiner Station beobachtet.

 

© Marco Ringel und Frank Beranek