32. Regionaltreffen vom 10.-11. September in Jänickendorf

 

 Zum nunmehr 32. Mal trafen sich die Hobbymeteorologen der Region, wie es nun zu einer guten Tradition geworden ist bei Marco Ringel, auch wenn wir es nach einer längeren Pause seit 2015 nur noch einmal im Jahr schaffen. Der Einladung folgten Jens Tischer, Olaf Peters, Christian Siemianowski und Achim Kuhn, der aber erst zum Nachmittag zu uns stieß und eine Überraschung im Gepäck hatte.
Pünktlich um 10 Uhr ging es mit Olaf und Jens von Jänickendorf aus in Richtung Baruth, wo wir uns das Messfeld der Wetterstation ansehen wollten. Zuvor konnte Olaf erleben, wie der Modellzug meiner Gartenbahn aus dem BW  (Betriebswerk) geholt und zusammengestellt wurde. Er kam in den Genuss, gleich mal zwei Runden auf den Sitzwagen zu drehen.
 In Baruth angekommen, erwartete uns das standardisierte Messfeld der Wetterstation Baruth, wie es kurz nach der Wende hier eingerichtet wurde und in den letzten Jahren auf den neuesten technischen Stand gebracht wurde. Das bedeutet auch, es gibt keine Wetterhütte mehr und auch das gute alte Schalensternanemometer ist verschwunden und durch ein Staudruckdüsenanemometer ersetzt worden. Es gibt also nichts mehr zu sehen, keine Bewegung – dafür saßen einige Vögel immer wieder drauf und brachten damit so manchen Messwertfehler.
 Danach fuhren wir zum Mittag nach Holbeck, wo uns nicht nur Christian erwartete, sondern auch ein vorzügliches Menü. Es folgte eine kurze Wanderung zum Holbecker See, wo wir uns eine kleine Feuerwehrübung der örtlichen Feuerwehr ansehen konnten. Danach wieder zurück nach Jänickendorf, pünktlich um 14 Uhr war dann auch Achim angekommen.
 Neben den üblichen Wettergesprächen brachte uns Achim einiges Material zum Unwetter am 27.6. in Wittenberg mit, wo 96 Liter in 90 Minuten gefallen waren. Einiges war bereits im Juliheft erschienen. Doch in der Runde darüber zu reden, bringt mehr Details ans Licht, als das ein Bericht kann.
 
Nach Kaffee und Kuchen musste natürlich auch Gartenbahn gefahren werden. Seit 1 ½ Jahren kann dies hier nun schon erfolgen. Da meine eigene Lok noch nicht fertig gebaut ist, habe ich zur Zeit eine baugleiche V100 aus dem Eisenbahnpark Wendisch-Rietz als Leihgabe bei mir, die ich im Sommer mit allen elektrischen Komponenten aufgebaut habe. Dort bin ich auch regelmäßig im Einsatz und fahre dort auf Runden mit bis zu 10 Besuchern auf 1300m Strecke. Hier im Garten ist der Ring bisher nur 120m lang, soll aber im nächsten Jahr so erweitert werden, das ich auf einem größeren Ring 200 Meter fahren kann. Die Begeisterung war groß, mit der Bahn zum Messfeld zu fahren. Gelegentlich wird  auch zum Sonnenstreifenwechsel gefahren. Olaf war von Anfang an davon so fasziniert und sagte immer wieder: „Das glaub ich jetzt nicht!“.
Zum Abend ließen wir es uns bei Bier und Gegrilltem gut gehen. Zur Dämmerung, es war einer der wenigen milden Abende des Sommers, holte Achim seine Überraschung heraus. Er ist seit einigen Jahren begeisterter Drachenflieger und hatte uns seinen Leichtflugdrachen mitgebracht, der nur bei Windgeschwindigkeiten von 0,5 bis 2,5 m/s fliegt. Der   Clou war die Beleuchtung mit unzähligen Dioden in Rot und Blau. Es war ein tolles Schauspiel, als wir ihn in der Abenddämmerung steigen ließen. Ca. 80 Höhenmeter wurden dabei erreicht und der Drachen leuchtete immer besser am immer dunkler werdenden Himmel. Erst gegen 21 Uhr mussten wir ihn in gemeinschaftlicher Arbeit wieder vom Himmel holen, da der Wind zunahm. Der Drachen entwickelte einen solchen  Zug, dass es kritisch wurde. Das war ein besonderes Erlebnis dieses Abends, den wir dann noch recht lange auf der Terrasse ausklingen ließen.
 Nach einen deftigen Frühstück am Sonntag traten dann alle wieder die Heimreise an. Für nächstes Jahr ist wieder ein Ausflug geplant. Dann soll es in den Harz gehen. Mit der Brockenbahn werden wir dann den Brocken unsicher machen.


Marco Ringel

ZurückWeiter