28. Regionaltreffen  08.10.2011  in Jänickendorf 

 

Am 8. Oktober 2011 war es nach über einem Jahr wieder einmal soweit. Endlich fand ein Wettertreffen statt. Dazu hatte Marco Ringel eingeladen und Achim Kuhn, Olaf Peters, Volker Kunz und Manfred Kottke folgen der Einladung. So war es eine kleine Runde von 5. nach einer kleinen Stärkung ging es gegen 10 Uhr los.
Doch das erste Thema von Olaf verhieß nicht Gutes. Leider musste uns Olaf davon Berichten, dass der DWD im nächsten Jahr so gut wie alle Augenbeobachtungen an den Klimastationen einstellen wird.  Übrig sollen nur die Schneehöhen- und –dichtemessungen während des Winterhalbjahres sein. Dies sei auch Kostengründen notwendig, die Klimastationsbetreuer sollen dann dafür auch nur noch die Entschädigung eines Niederschlagsbeobachters bekommen. Nicht nur Olaf war darüber fassungslos. Sollen den die Augenbeobachtungen gar nichts mehr Wert sein? Diese Frage stellten wir uns. Laut DWD sollen diese durch den technischen Fortschritt der automatischen Messungen abgefangen werden. Nur, dass Klimastationen weder einen Sichtgeber noch einen Wolkenhöhenmesser oder PreasentWeatherSensor besitzen. Wie das gehen soll, ist uns nicht ganz verständlich.
Danach präsentierte uns Achim Kuhn eine Analyse der mittleren Abweichungen von Temperaturen und Niederschlägen. Dabei hat er Standard- und Mittelabweichungen dieser Parameter über Jahrzehnte berechnet. Es wird für jeden Monat ermittelt, wie breit die Schwankung der Monate in dieser Zeit ist. Das ergibt dann für jeden Monat die spezifische normale Abweichung nach oben und unten. Erst wenn diese mittlere Abweichung überschritten wird, würde man von zu kalt/warm oder zu feucht/trocken sprechen. Das kann bei einzelnen Monaten über 50% der Niederschlagssumme oder bis 2,5K bei der Temperatur betragen. Solange wäre der Monat noch als normal zu betrachten. Erstaunlicher Weise fallen unter dieser Betrachtung viel mehr Monate unter die Kategorie „Normal“, obwohl sie eine teils hohe Abweichung aufweisen. Achim hatte noch eine Klassifizierung der Abweichung erstellt, an der aber noch gefeilt werden soll, da auch hier die Fachpresse nicht einer Meinung ist. Weiterhin wurde darauf hingewiesen, das in unseren berichten davon abgegangen werden soll, die Termina zu kalt/zu warm etc. zu verwenden, sondern lieber schreiben soll, das ein Monat wärmer/kälter als sein Normal ist, und erst bei der Unterschreitung der mittleren Abweichung von einem zu kalten Monat zu sprechen. Natürlich waren auch die Hagelunwetter vom 11.09.2011 ein Thema. Hier in Jänickendorf sind bis zu 5 cm große Hagelkörner, NW von Wittenberg sollen sie   vereinzelt bis zu Kaffeetassengröße angewachsen sein und zu großen Zerstörungen geführt haben. Lesen sie dazu auch den Sonderteil des Berichtes aus dem Elbtal von Achim Kuhn, der die Medienmeldungen von diesem Ereignis zusammengefasst hat. Es war hier das größte Hagelereignis der letzten 30 Jahre. Nach dieser Diskussionsrunde ging es zunächst ins Gasthaus des Nachbarortes „Unter den Eichen“. Bei einem vorzüglichen Mittagsmahl und einigen Anekdoten des Gastwirtes haben wir fast die Zeit vergessen. 
Nach der Heimfahrt stand der obligatorische Messfeldbesuch an. Besondere Aufmerksamkeit bekam  die Niederschlagsgeberheizung und deren Steuerung. Aber auch die anderen Neubauten wurden von außen noch begutachtet, denn letztes Jahr war der Anbau noch unverputzt und grau. 


Nach diesem Rundgang und den  Wetterthemen des Vormittags ging es nun wieder etwas theoretischer zu. Wie bereits im MWB veröffentlichst, informierte Marco alle vom Ausscheiden Rolf Riegels als Kassenverwalter zum 09.02.2012 und der dringenden Suche eines Nachfolgers für diesen Posten und dem Vorstand. Marco erläutere die prekäre Lage im Verein, falls kein neuer Kandidat gefunden würde, da auch Wolfgang Webersinke aufgrund seiner starken Belastung schon an seine Grenzen gekommen ist. Nach eindringlichem Werben und der weiteren Erläuterungen zu den Arbeiten des Kassenverwalter sagte Achim Kuhn zu, diesen Posten zunächst bis zu den nächsten Vorstandswahlen wahrzunehmen. Sowohl bei den Teilnehmern als auch beim Vorstand wurde diese Nachricht sehr positiv aufgenommen.
Als letztes Thema referierte Olaf nochmals über ein kleines Programm, dass im sein Schwiegersohn programmiert hatte. Es handelt sich um ein Programm, dass zur Feger-Datenkontrolle verwendet wird. Es öffnet und schließt beliebige Programme nach Zeitvorwahl. Dies könnte zwar auch der Task-Manager von Windows (Geplante Vorgänge), doch funktioniert dieser bei Olaf nicht. Deshalb suchte er nach einer alternative. Sein Programm kann nach erfolgtem Task zusätzlich eine Email mit einer Betreffzeile versenden. Geplant ist außerdem, noch einen aktuellen Screenshot mit der Mail zu versenden. Aber das muss noch programmiert  werden. Als Unterhaltungspunkt war dann noch eine Diaschau der letzten 27 Regionalwettertreffen angesetzt, die wir nun schon seit 1997 abhalten. Höhepunkte waren unter anderen die längste Tagessitzung in Kamenz und das Fichtelbergtreffen mit  3 Besuchten Wetterwarten an einem Tag. Danach wurden auch gleich die nächsten beiden Treffen für 2012 festgeschrieben. Am 28.04. geht es nach Köthen und vom 5./7.10. wird es ein Treffen in oder um Gera geben. Dieses findet hoffentlich auch an der Station Gera-Ernsee statt. Der Samstag dient als Ausflugstag, ein Programm wird zur gg. Zeit bekannt gegeben.   
 

Ein letzter Blick galt noch der Homepage. Zunächst ging es um die Diskussion um eine neue VdA-HP. Dazu wurde die jetzige vorgeführt. Einhellige Meinung war, dass sie verbesserungswürdig sei, aber weder unansehnlich noch unbrauchbar sei. Eine teure Neuanschaffung fand dabei keine Zustimmung. Es wurde danach über eine Neuprogrammierung der www.regional-wetter.de gesprochen. Die Seite benutzt noch die alte Frametechnik und soll ebenfalls wie die VdA-Seite über www.livepage.de neu erstellt werden. Dieses kostet allerdings 7€ pro Monat und würde für jedes Regionalmitglied ca. 7€ mehr pro Jahr bedeuten. Dazu wird aber jeder noch separat informiert und befragt. Zumal dann auch geplant ist, Stationsseiten in die Hautseite zu integrieren und unter dem Punkt „Stationen“ zu präsentieren. Dazu müssen aber noch die Verträge und Möglichkeiten überprüft werden. Die Webadressen sollen dabei aber erhalten bleiben.


Gegen 18 Uhr kam die Runde zum Schluss. Alle freuen sich schon auf das nächste Wiedersehen. 

 

Es grüßt euch Marco Ringel

 

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