Jahresrückblick für 2020

 

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Das Jahr 2020 war mit 11,0 °C 1,6K über seinem Normwert (1981-2010) und damit das zweitwärmste Jahr meiner Messreihe seit 1985. Es gilt aber vielerorts darüber hinaus als wärmste Jahr.

Der Februar hatte dabei die höchste positive Abweichung von 4,6K, gefolgt vom Januar mit 3,4K und August (2,5K). Damit ist schon ersichtlich, dass der Winter ein Totalausfall war. Am kältesten erlebten wir den Mai mit -1,7K und Juli mit einer negativen Abweichung von 0,7K. Hier wird ersichtlich, dass der Sommer nicht so extrem war wie in den beiden Vorjahren und auch später begann. Alle anderen Monate bewegten sich zwischen +0,7 bis 2,0K Abweichung.

Beim Niederschlag kamen wir auf immerhin 482,0mm, was nicht in jeder Region so war, denn wir hatten mit einigen starken Schauern hier vor Ort sehr viel Glück. Dabei stach der Februar besonders heraus. Er erreichte 241% seines Normalwertes und füllte mit 76,5mm das große Defizitloch ein wenig auf und verhalf der Natur einen besseren Start als in den Vorjahren. Er war zugleich auch der nasseste Monat. Auch der Juni, August, September und Oktober kamen über 100% Erfüllung.

Sehr trocken fiel der November mit nur 8,4mm, was 18% ausmacht. Auch der April war mit nur 12,7mm recht trocken. Nachdem es im Frühjahr noch recht trocken abging, holte der Sommer bis in den Oktober recht gut auf. Doch das folgende fast trockene Jahressende machte dies wieder zu Nichte.

Beim Sonnenschein gab es mit 114% eine gute Erfüllung. Insgesamt konnten 2027 Sonnenstunden gezählt werden. Nur der Februar (76%) und Oktober mit (68%) blieben unter ihrem Normwert. Alle anderen Monate lagen zwischen 100 und 166% wurden durchschnittlich erzielt. An der Spitze stand der sonnige April mit noch nie dagewesenen 308 Stunden, gefolgt vom Mai mit 248 Stunden. Das sind über 10 Stunden täglich, für einen April völlig außergewöhnlich.

Der Winter entwickelte sich zum Totalausfall. Es gab weder einen Eistag noch einen Schneefalltag. Dafür war es aber auch historisch viel zu warm, der Januar schloss mit 3,6K und der Februar mit stolzen 4,6K über der Norm, der wärmste Februar vor 1998 mit 5,7°C. Am 20.2. erlebten wir einen neuen Luftdruckrekord von 1047hPa. Dafür war der Monat auch sehr windreich und wurde zum nassesten Februar der Messreihe und des Jahres. Vom 9. bis 12. beschäftigte uns ein Orkantief mit Böen die Stärke 9. Es blieb nicht der einzige Wind des Monats. Die Trockenheit indes hielt bis zum 28. April an. Auch die Eisheiligen schlugen mit einer Pünktlichkeit zu wie selten. Vom 11. bis zum 15. gab es jeden Tag Bodenfrost. Höhepunkt die kalte Sophie am 15. mit -4,2°C am Boden und in der Luft -2,4°C. Nach 4 Sommertagen kam am 5. Juni die Schafskälte. Dann war der Monat von schwülwarmer Luft mit Unwettern geprägt. An nur 4 Tagen fiel fast der gesamte Monatsniederschlag in Mengen von 10 bis 21mm. Der Juli verlief trotz seiner 15 Sommertage recht unspektakulär und war schon wieder deutlich zu trocken. Ein 25 Jahre Maximum an sensationell leuchtenden Nachtwolken ereilte uns in der Nacht auf den 6. Der August wurde mit 37,6°C, 12 heißen Tagen bis zum 21. hochsommerlich aber sehr trocken. Wenn das Unwetter am 30. mit allein 30mm gebracht hätte, wäre der Monat nur halb so nass gewesen. Der Sommer setzte sich nochmals bis zum 16. September mit 3 heißen Tagen fort. ¾ der Monatssumme fielen vom 24.-26. Ersten Bodenfrost gab es zudem am 18. und 19. Der Oktober wurde fast doppelt so nass wie sein Normal. Am 13. kam im Norden ein Sturm dazu, der der an der Ostseeküste für eine Art Sturmflut sorgte, was zu großen Schäden führte. Der Regen erbrachte hier eine Summe von 37mm. Am 2.11. wurde mit 21,5°C der wärmste Novembertag meiner Messreihe erreicht. Dafür war der Monat fiel zu trocken. Ab dem 20. kam es zu Bodenfrost, das Monatsende war besonders kühl. Der Trend setzte sich auch im Dezember fort, trotzdem gab es keine Eistage, nur wenig Niederschlag und natürlich keinen Schnee. Viel Wetter fand also nicht statt.                                                                              

 

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 Das Jahr 2020 war im Mittel der Regionalstationen mit 1,1 bis 3,5 Kelvin Abweichung zu warm, mit 67 bis 105 Prozent niederschlagsnormal und mit 97 bis 133 Prozent sonnenscheinreich.

 

Bei den Jahresmitteltemperaturen hatten die Stationen Köln-Weiß (12,7), Salzwedel (11,9), Salzwedel (11,9) und Berlin-Rahnsdorf (11,7) die höchsten Werte aufzuweisen. Die tiefsten Werte wurden an den Stationen Olbernhau/Erz. (9,0), Mitterdarching (9,0), Großerkmannsdorf (10,2) und Jessen (10,5) gemessen. Im Vergleich zum langjährigen Mittel gab es nur positive Abweichungen. So hatten Berlin-Rahnsdorf (3,0), Bismark (2,7), Darmstadt (2,6) und Annaburg/Salzwedel (2,5) die deutlichsten Abweichungen aufzuweisen. Die Höchstwerte traten vorwiegend am 9. August auf. Die höchsten Maxima registrierten die Stationen Jessen (39,7), Salzwedel (38,1), Pretzsch (37,7) und Jänickendorf (37,6). Es traten normal viele heiße Tage auf. Die meisten heißen Tage hatte die Station Jessen mit 31, die wenigsten die Station Mitterdarching mit 4. Es traten recht viele Sommertage auf. Die Anzahl der Sommertage lag zwischen 79 und 30 in Neumünster. Es traten etwas weniger Frosttage auf. Die Anzahl der Frosttage lag zwischen 120 in Mitterdarching und 13 in Köln-Weiß. Es traten fast keine Eistage auf. Die Anzahl der Eistage lag zwischen 9 in Mitterdarching, ansonsten 0 bis 2 Tage. Am tiefsten sank das Quecksilber in Jänickendorf (-9,2), Mitterdarching (-9,1), Olbernhau/Erz. (-9,0) und Berlin-Friedrichshagen (-8,7). Im Mittel wurde der kälteste Tag am 23. März, am Tag der Meteorologie registriert. Es traten auch etwas weniger Bodenfrosttage auf. Die Anzahl der Bodenfrosttage lag zwischen 147 in Mitterdarching und 29 in Köln-Weiß. Als tiefste Temperatur am Erdboden registrierte die Messstelle in Mitterdarching -11,7 Grad Celsius am 31. März.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der Regionalstationen lag bei 76 Prozent.

In der Niederschlagsverteilung gab es erhebliche regionale Unterschiede. Die höchsten Niederschlagmengen konnten an den Stationen Mitterdarching (1294,1), Neumünster (807,4), Olbernhau/Erz. (746,5) und Köln-Weiß (734,5) gemessen werden. Die geringsten Mengen konnten an den Stationen Eisleben (393,3), Köthen (424,8), Annaburg (460,6) und Jessen (471,2) registriert werden. In der prozentualen Bilanz führten Berlin-Rahnsdorf (105,3), Pretzsch (100,3), Mitterdarching (93,9) und Neumünster (92,3) die Rangliste an. In Salzwedel fielen hingegen nur 67 Prozent des Jahressolls. Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 193 in Neumünster und 109 in Pretzsch. Die höchste Niederschlagsmenge konnte die Station Mitterdarching mit 101,3 am 3. August messen.

An bis zu 31 Tagen lag an den Stationen eine Schneedecke. Dies traf allerdings nur die bergigen Orte. Im Flachland fiel der Winter völlig aus. Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen Olbernhau/Erz. (9), Mitterdarching (4), Eisleben (3) und Neumünster (2). Die Höchstwerte traten vorwiegend Ende Januar oder Dezember auf. Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen Mitterdarching (31cm), Olbernhau/Erz. (18cm), Neumünster (6cm) und Lichterfelde (1cm) gemessen werden.

Die meisten Sonnenstunden registrierten die Regionalstationen in Mühlanger (2055,8), Jänickendorf (2027,2), Bismark (1966,9) und Köln-Weiß (1859,2). Am wenigsten schien die Sonne in Neuenhagen (1651,7), Neumünster (1771,2), Olbernhau/Erz. (1783,6) und Darmstadt (1817,9). Prozentual gesehen reichte die Spanne von Olbernhau/Erz. (133,1) bis Neuenhagen (96,7), wobei die Stationen mit einem Überschuss klar überwogen.   Heitere Tage gab es im Durchschnitt 65, trübe Tage dagegen 139.

Die höchste Windspitze konnte die Station Gröditz mit 30,8 m/s messen. Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 41, das Mittel mit Windspitzen über Beaufort 8 (stürmische Tage) lag bei 7. Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Jänickendorf mit 127, bei den stürmischen Tagen war es die Station Jessen mit 22. Der Luftdruck hatte ein Mittel von 1015,9 hPa aufzuweisen.

Die meisten Gewittertage registrierte der Beobachter in Mitterdarching, wo es an 28 Tagen blitzte und donnerte.

 

Dies ist ein voll automatisch generierter Bericht

und wurde nur aus dem Datensatz der Regionalstationen erstellt

 

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 Nun noch einige statistische Werte des Jahres: An 148 (+5) Tagen des Jahres kam es zu Niederschlag größer gleich 0,1 mm. Im Einzelnen: An 25 Tagen zu Sprühregen (-8), 191 (0) zu Regen, 8 (-14) zu Schnee, 7 zu Reif- oder Frostgraupeln. Hagel trat nur 1 Mal auf, Schneegriesel dafür 2 Mal. Auch Eiskörner konnten in diesem Jahr 2 Mal beobachtet. Es kam an 8 (-8) Tagen Mischniederschlag. An 57 Tagen waren die Niederschläge zum Teil als Schauer und an 18 (-3) Tagen mit Gewitter und an 3 Tagen mit Wetterleuchten zu beobachten. Fernsichten waren uns gute 189 Tage geboten, wiederum 40 mehr als im Vorjahr. Feuchten Dunst gab es an 42 Tagen, trockenen an 1 Tag. Die Nebeltage nahmen im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas ab. Er trat an 14 Tagen auf. Die Sonne schien an noch nie dagewesenen 317 Tagen, 5 Tage mehr als im Rekordjahr 2018. Die Glätteerscheinungen waren kaum erwähnenswert, da kein Winter stattfand. Glatteis trat an 1 Tag auf, Eisglätte auch an einem, Schneeglätte fiel aus, Reifglätte wurde dreimal beobachtet. Reif konnte ich an 70 Tagen beobachten (0). In 114 Nächten kam es zu Tau (+1). Nebelfrostablagerungen gab es nicht. Erstmalig in meiner Messreihe gab es keinerlei Schneedeckentage <=50%. Der Wind war 2020 gesamt noch etwas weniger aktiv als im Vorjahr. Spitzen mit mehr als Beaufort 6 gab es an 129 Tagen, mit BFT 8 waren es 12. Im Mittel wurde BFT 6 an 35 Tagen, BFT 1 trat an einem Tag auf.

 

Temperatur- und Niederschlagsverteilungskarte Jahr 2020
auf der Grundlage der Regionalstationen

 

Temperaturverteilung des Jahres 2020Niederschlagsverteilung des Jahres 2020

 

 

 

Temperturabweichung, Niederschlagsabweichung, Sonnenscheinabweichung

Sommer- und heiße Tage, Eis-, Frost und Bodenfrosttage, Gewittertage

 

ChartObject Sommertage und heiße Tage an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Frost-, Bodenfrost- und Eistage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Gewittertage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen

 

 

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