Jahresrückblick für 2017

 

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Das Jahr 2017 war mit 10,4 °C 1,1K über seinem Normwert (1985-2017) und damit das drittwärmste Jahr meiner Messreihe nach 2014 und 2000 mit je 10,8°C.

Der März hatte die höchste positive Abweichung von 3,0K, gefolgt vom Oktober (2,5). Auch der Dezember war recht warm mit 2,1K Abweichung. Der Januar war der einzigste Wintermonat mit 18 Schneedeckentagen und einer Abweichung von -1,5K. Negative Abweichungen gab es nur noch im April mit -0,3K.

Beim Niederschlag erzielten wir mit 642,8 mm 100mm mehr als 2016 und damit 116% des 30-jährigen Mittels. Damit wurde es immerhin das 8 nasseste Jahr seit 1985. Der nasseste Monat wurde der Juni mit 108 mm, gefolgt vom Juli mit 103 mm. Das riecht nach einem verregneten Sommer. Erst der August wurde wieder normal. Deutlich zu nass wurde auch noch der Oktober mit 75mm, der auch prozentual mit 228 der nasseste wurde. Unsere Frühjahrstrockenheit setzte sich auch 2017 fort, wenn auch nicht so schlimm. Aber ausgerechnet der April brachte nur 16,5mm und wurde auch mit nur 51 Prozent der trockenste Monat, gefolgt vom Mai mit 63%. Absolut steht aber der September auf Platz 2 mit 28,1 mm. Alle anderen Monate lagen im Mittel.

Beim Sonnenschein gab es mit 101% ein Normjahr. Dabei blieben genau 6 Monate unter und 6 über der Erfüllung. Dabei war der Oktober mit 480% schon der schlechteste. Die meisten Sonnenstunden brachte der August mit 262h, gefolgt vom Juni mit 260h und dem Mai mit 253h. Prozentual führte der August mit 117% die Liste an.

Der Winter fand schon wieder nur im Januar statt. Immerhin waren es 18 Schneedecketage. Dieser ging am 2.1. los und hielt bis zum 22.1. Die höchste Schneedecke wurde am 12. Januar mit 9cm festgestellt. Diese Schneehöhe wurde auch im Dezember nochmal erreicht, allerdings kurz vor Mitternacht des 10. Danach wurde es so warm, dass es bis zum Morgen wieder wegtaute. Außerdem waren 2 Adventssonntage etwas weiß. Der Frühsommer war dieses Mal sehr nass. Bis zum 18. August blieb es dabei. Erst dann wurde es deutlich trockner. Auch erreichte er daher nur einen heißen Tag. Spitzenwerte waren dieses Jahr ohnehin nicht vorgekommen. Außergewöhnlich waren dafür die beiden Orkane im Oktober. „Xavier“ am 5., der uns 26 Stunden Stromausfall und 32m/s Windspitze brachte und Orkan „Herwart„ am 29., der nicht ganz so kräftig war. Wir erlebten außerdem den wärmsten Silvestertag meiner Messreihe mit 12,6°C.

Resümee:

 

Endlich mal wieder ein zu kalter Monat. Der Januar war damit auch über weite Strecken recht winterlich. Außer am 12. bekamen wir jeden Tag Frost, über einige kurze Zeiträume sogar Dauerfrost, insgesamt über 8 Tage, so vom 6. bis zum 8. Mit den tiefsten Temperaturen über Schnee von -16,0°C, in der Hütte immerhin -13,2°C. Den Niederschlag gab es fast ausschließlich als Schnee, außer am 30., wo mehr Regen dabei war. Leider taute die Schneedecke bei positiven Mittagswerten 4-mal ab, was starke Auswirkungen auf die Schneedeckenhöhe und –tage hatte. So konnten nur 18 Tage mit Schnee, bis zum 22. auch fast durchgehend, gemessen werden. Der Höchstwert lag bei 9 cm. Die Neuschneesumme erreichte 26 cm. Vom 16. bis zum 29. blieb es trocken. Ab dem 23. kam es zu 4 Nebeltagen.  In der Nacht zum 24. wurde aus Schneegriesel Glatteissprühregen. Besonders auf Fußwegen und Nebenstraßen hatte die dünne Glatteisdecke den ganzen 24. lang. Ohne Schnee herrschte am Morgen des 28. eine Frosttiefe von 33 cm! Am Abend des 29. wandelte sich der Niederschlag zu Schneeregen, ab 20:30 in Schnee, der sehr nass war. Anders in Berlin und nordöstlich davon, wo bis 22 Uhr 6 cm herunterkamen und die Autobahnen fast unpassierbar machten. Weiter nordöstlich gab es noch mehr Schnee, bis zu 15 cm. Auch auf dem Fläming hatte man mehr Glück. Dort kamen die hiesigen 10 Liter als Schnee herunter und brachten es in Petkus auf 13 cm. Dem Winter ging im Februar schnell die Puste aus und hatte nur bis zum 2. bestand. Ab dem 3. waren die Mittagstemperaturen deutlich im Plusbereich. Trotzdem gab es Glatteisregen, der stellenweise bis in den Abend für Rutschpartien sorgte. Der 4. bis 6. stand unter dem Motto Nebel. Frost gab es nur bis zur Mitte des Monats, Eistage nur noch am 8., negative Tagesmittel nach dem 14. gar nicht mehr. Niederschlag gab es bis zum 16. überhaupt keinen. Der Boden trocknete sehr aus. In der Nacht zum 16. kam der erste richtige Regen des Monats. Doch vom 20. bis zum 23. fielen alleine 34 mm. Danach blieb es erst einmal trocken. Die Sonne war zwischen dem 17. und 24. selten unser Gast war. Sehr intensiv schien sie vom 12. bis 16. Es sollten auch die kältesten werden. Sehr zu schaffen machte uns der Wind vom 20. bis zum 24. Die Schlechtwettertiefs entwickelten sich teils zu Sturmtiefs mit Werten von bis zu 21 m/s. Am Morgen des 25. hatten wir Reif mit gefährlicher Reifglätte. Erst die letzten beiden Tage des Monats wurden wieder recht sonnig. Es folgte ein außergewöhnlicher März mit einer Abweichung von 3,3K. Am 4. wurden 17°C erreicht. Der wärmste Tag seit 02.10.2016. Kurz weiß wurde es am 7. Die 23,5°C am 31. waren neuer Tagesrekord. Ansonsten gab es am Anfang der 2. und in der Mitte der 3. Dekade auch noch Nachtfröste. Beim Niederschlag stach der 19. mit 10,3mm heraus. Bis zum 23. blieb es wechselhaft. Vom 11.-16. und von 24.-28. blieb es trocken. Am Nachmittag des 18. erreichten wir Sturmstärke 9. Starker Rege am 19. Dann besserte sich das Wetter deutlich und es wurde Frühling. Der erste Tag mit mehr als 20°C folgte am 19. Mit 11h Sonne. Besonders sonnig waren 3 Tage in der letzten Dekade mit  über 10h. Die letzte Pentade war sehr warm. Hier konnte man schon von Frühling sprechen.

Dieser April war so gar nicht typisch. Er begann stark mit dem wärmsten 1. April der letzten 32 Jahre (24,8°C) und so blieb die erste Dekade trocken und warm. Bis zum Monatsende ließ dies stark nach und bescherte uns eine äußerst frostige letzte Pentade. Erst nach Hochnebel- und Wolkenauflösung am 9. wurde es sonnig bei  20°C tags drauf sogar 23°C. Der Karfreitag wurde noch der schönste Tag. Ansonsten war Ostern war von schnellen Wetterwechseln und geringen Temperaturen geprägt. Es kam immer wieder zu Graupelschauern. Am Erdboden mussten am 20. -8,3°C gemessen werden, was für die Natur, vor allem für das Obst einen herben Rückschlag bedeutete. Ab dem 25. gab es jeden Tag Frost. Der April hatte damit einen umgekehrten Temperaturverlauf. Nur an 6 Tagen fielen mehr als 1mm, der nasseste Tag brachte es auf 5,7mm (12.). Ab dem 24. blieb es dann restlos trocken, so auch der gesamte April. Am 18. gab es Graupelschauer. Der teils stürmische Wind in der letzten Dekade holte dabei auch den letzten Tropfen aus dem Boden. Nur 3 Tage schien die Sonne mehr als über 10 Stunden, an 2 Tagen schien sie überhaupt nicht.

Der Mai endete mit einer hochsommerliche Phase und 3 heißen Tagen. Nur bis zum 10. blieb es kühl. Nach 8 trockenen Tagen fiel endlich ein wenig Regen Fast 19°C konnten am 7. erzielt werden. Die Eisheiligen waren dafür sehr gemäßigt. Nur an 2 Tagen fror es leicht. Weiterhin Sorgen bereitete uns der Niederschlag. Zudem fiel der hauptsächlich bis zum 14., danach kamen nur noch 3 Liter. Mit 24°C folgte am 12. ein sehr warmer Tag, in Baruth brachte ein Gewitter 13mm. 22. Millimeter fielen allein vom 12. bis 14. Ab Mittag des 13. trafen mehrere Schauer kurz hintereinander. Der 2. war stark und brachte 7 Liter in 15 min. Später am Nachmittag gewitterte es im Raum Baruth, was dort 13 Liter in einer Stunde zur Folge hatte. Das zweite Gewitter 14. hinterließ im Kern bis zu 30 mm. Hier fielen 9 Liter. Der Rest des Monats blieb dann nahezu trocken. Der Sonnenschein kam erst am 11. so richtig in Schwung. Den ersten Sommertag des Jahres bescherte uns der 17. Danach schien die Sonne täglich weit über 10 Stunden Ab dem 27. erlebten wir die erste Hitzewelle mit bis zu 31,6°C, was besonders den Kirchentagsbesuchern zu schaffen machte. Über Berlin kamen am 30. 15 Liter herunter, die sächsischen Gewitter löschten dabei den Großbrand bei Müllrose. Doch hier blieb es ruhig

Der Juni beinhaltete schon einige hochsommerliche Phasen. Endlich mal Regen am Pfingstsonntag 12 Litern. Schauer und einzelne Gewitter auch die nächsten Tage, meist tangierten sie uns aber nur.  Er fand aber auch ein sehr nasses Ende und schloss daher mit 223% ab. Dabei fiel ein Teil in der ersten Pentade, der Hauptteil von 70 mm jedoch vom 28.-30. des. Im Berliner Raum fielen Höchstmengen von bis zu 200 mm innerhalb von 18 Stunden. Dazwischen war es eher trocken und heiß. Auch die Sonne leistete Überstunden. Nur einen Tag war sie nicht zu sehen, das war der Dauerregentag am 29. Bis zum 15. hielt das sonnige und warme Wetter mit geringer Feuchte. Ab dem 17.  folgte die erste Hochsommerphase dieses Jahres mit 3 heißen Tagen. Der erste heiße Tag des Junis und der drittwärmste des Jahres folgte am 19. Die großen Gewitterzellen zogen am 22. weit südlich vorbei. Die Frontböe erreichte Windstärke 8 und warf in der Umgebung wahllos einige Bäume um. Der 28. glänzte mit 28°C. Starker Nebel der Nacht folgte. Am 19. griff das Tief von Osten her auf uns über. Wir bekamen in 2 1/2 Stunden 20 Liter, zum Abend waren es 30. Die Gesamtsumme belief sich auf 48 Liter. Bis zum Mittag des 30. Erwischten uns zwei extrem intensive aber kurze Schauer. In insgesamt 27 Stunden fielen dadurch knapp 70 mm.

Der Juli war normal und wies nur am Monatsende eine hochsommerliche Phase auf. Sommerliche Phasen waren zudem vom 6.-9. und vom 18.-24. zu verzeichnen. 4 Starkregentage am 10. und von 24.-.26. mit Werten von 16,3 bis 25.8 mm ließen die Monatssumme weit über die Norm ansteigen.  Außer am 10. fielen die 6 Gewittertage nicht auf die Starkregentage. 2 Tage blieben ohne Sonne (25./26.), das waren die Dauerregentage. An 11 Tagen konnten über 10 Stunden gemessen werden. Ab 6. meldete sich der Sommer zurück. Die Tagesgewitter zogen meist über Berlin. Am 10. legte der Sommer eine Pause ein. Hier wurden fast 25mm in zwei Hauptschauern gemessen.

Am 18. Nahm der Sommer nochmals Anlauf. Wir bekamen am 20. nur einen Randschauer. Die starke Gewitterlinie mit Mengen von bis zu 50 mm bildete sich östlich von uns aus. Die nächsten drei Tage wurden sehr nass und brachten weiter nördlich zwischen 50 und 80mm. Deutlich wärmer und auch trockener ging der Monat zu Ende. Mit fast 33°C wurde es am 30. richtig heiß, übrigens der einzigste heiße Tag des Monats.

Der August schaffte nur 2 heiße Tage und 15 Sommertage, was durchaus im Mittel lag. Richtig heiß war es aber nur zum Monatsanfang und zum Ende. Zur Monatsmitte gab es eine sommerliche Phase. Niederschlag gab es nur bis zum 19. Es war somit die erste Trockenperiode in dieser Vegetationszeit. Um den 11. herum war es wenig sonnig, sonst war es recht gut verteilt. Der August startete mit seinen 1. heißen Tag. Bis zum 5. blieb es trocken. Dann erfolgte der Wetterwechsel mit Regen und sinkenden Temperaturen. Starke Schauer in Verbindung mit einem Gewitter brachten am 10. über 16mm. Ab 13. Gab es mehr Sonnenschein und steigende Temperaturen. Am 16. kam es zu kräftigen Regenschauern mit 11 Litern. Zum Abend des 18. Gewitter mit Regen- und Hagelschauern. Bis zum Monatsende fiel kaum noch Niederschlag, vom 20. bis 30. blieb es völlig trocken. Bis auf die letzten 3 Tage war es auch nicht sehr warm. Ab dem 28. setzte der Sommer zum Endspurt an. Mit Ach und Krach wurde der 30. noch ein heißer Tag. Ab Monatsletzten kam der Wetterumschwung mit Wind und frischer Luft. Damit endet der Sommer auch pünktlich.

Der September blieb um einiges zu trocken war aber sonst recht normal. Am Monatsanfang und vom 16.-20. blieb trocken. Mit Bodennebel, Tau und Sonnenschein begann es herbstlich am 4. Bis zum Abend des 5. fielen kurze aber kräftige Schauer. Bis 9. blieb es kühler aber fast trocken. Zum Abend des 13. erreichte der Wind Sturmstärke. Das leichte Regenwetter sollte uns noch bis zum 15. begleiten. Ein wunderschöner Altweibersommertag mit folgte am 16. Den stärksten Niederschlag hatten wir am 23./24., wo zusammen 15,6mm gefallen waren. Dieser Regen brachte auch die Pilze zum Wachsen. In der kurzen Altweibersommerphase kam bis zum Monatsende nichts mehr hinzu. Ein durchweg sonniger Tag bei 22°C. wurde der 30.

Der Oktober brachte uns zwei Orkane mit teils verheerenden Folgen. Ansonsten kam er uns sehr mild entgegen. Die erste Dekade des Oktobers war von Niederschlag geprägt. Es gab nur zwei Mal leichten Bodenfrost, am 9. und 30. Zum Monatsende schloss er mit einem deutlichen Plus. Der Niederschlag konzentrierte sich auf die 1. und 3. Dekade und erreichte trotzdem mehr als das Doppelte vom Normalen. Am 5. kam es durch "Xavier" zu Orkanböen von 31,9m/s, was besonders massive Schäden bei den Bäumen führte. In Schönefeld waren es 32,8 m/s um 16:14 Uhr. Allein zwischen Jänickendorf und Luckenwalde gab es drei Straßensperrungen wegen gekippter und gebrochener Bäume, in Luckenwalde leider einer auch auf ein Haus. Das Herbstfeuer am 6. fiel aus. Über 15mm waren dabei gefallen. Hier fiel 26h der Strom dadurch aus. In Stülpe und in Baruth fiel die Schule aus. Damit war dieser Ausfall der längste Stromausfall seit Silvester 1978 zu 1979. In der 2. Dekade kletterten die Temperaturen wieder. Vom 11. bis zum 19. blieb trocken und wir erlebten einen goldenen Oktober mit über 23°C. Hier schien auch die Sonne am intensivsten mit über 8 Stunden. Vom 17. bis 19. gab es Nebel, der den goldenen Oktober beendete. Ab dem 20. war das schlechte Wetter zurück. Jeden Tag gab es Niederschlag. Damit endete diese Schönwetterphase. Zum Monatsende verschlechterte sich das Wetter weiter. Am 26. letztmalig Werte über 15°C. Am 29. Ereilte uns der 2. Herbststurm, der hier zwar nur Sturmstarke hatte, aber in der Fläche war der Orkan sogar stärker als am 5., besonders südlich von uns auf einer Linie Brocken-Leipzig. Es schloss sich ein ruhiger Reformationstag an.

Der November war trotz der 16 Bodenfrosttage wärmer als sein Normal. Zu Hüttenfrost kam es an 6 Tagen. Besonders warm war es am Anfang und 3 Tage bis zum 24. Das Regengebiet am 5. brachte 11 Liter. Am 8. war der letzte Sonnenschein für die nächsten Tage. Trübe und kühle Novembertage folgten. Regen sollte bis 27. fast täglicher Begleiter werden. In der Nacht zum 14. es gab wieder Frost. Damit sind dieses Jahr so spät wie selten die Dahlien erfroren. Vom 21. bis zum 25. blieb es frostfrei. Dafür gab es den ganzen Tag lang Regen. Mild war es mit 13°C geworden. Der 24. hatte noch was von Frühling. Besonders nass war es am 25. mit 14,1mm. Damit war die sehr warme Phase auch beendet und es schloss sich eine frostige Phase an. Bis zum Abend des 26.fielen 19mm. Die letzten die Tage des Monats waren zumindest trocken. Dafür gab es Frost und Bodenfrost. An 8 Tagen schien die Sonne sie überhaupt nicht. Nebel gab es an 4 Tagen.

Der Dezember war ein Monat mit winterlichen Eindrücken, obwohl er zu warm war. Der 5. und 6. blieben frostfrei. Niederschlag gab es nun bis zum 17. täglich. Der Nachmittag des 8. brachte Graupel- und Schneeschauer. Am ersten Adventwochenende fing es an zu schneien, am 11. wurde eine Schneedecke von 2 cm gemessen. Der 12. wurde ein stürmischer Tag mit Mittelwinden der Stärke 6. Bis zum 19. war es dann wieder etwas frostiger. Am 14. und 15. kam es zu Regen-, Schneeregen- und Schneefällen. Reif- und Eisglätte folgten. Des Abends am 2. Advent schneite es sogar so stark, dass 9cm gemessen wurden. Doch hatte alles keinen Bestand. Ab dem 19. war das Weihnachtstauwetter zu spüren. Bis in den Vormittag des 20. herrschte nun Nebel. Vom 22. bis zum 26 blieb es trocken, an 7 Tagen kam es dabei zu Schneefall. Vom 16. bis 25. ließ sie die Sonne unter Hochnebel aber gar nichts sehen. Insgesamt fehlen ihr auch einige Stunden. Der Heilige Abend war von sehr milder Luft bis 11°C und stürmischen Wind geprägt. Leichte Nachtfröste gab es bis zum 30. Der Regen des 30. fiel noch bis in den Silvestermittag hinein. Dann erlebten wir den wärmsten Silvestertag meiner Messreihe seit 1985. 12,6°C wurden gemessen.

 

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Das Jahr 2017 war im Mittel der Regionalstationen mit 0,3 bis 2,3 Kelvin Abweichung wärmer als sein Normal, mit 84 bis 153 Prozent niederschlagsnormal und mit 65 bis 115 Prozent sonnenscheinnormal.

Bei den monatlichen Temperaturmitteln hatten die Stationen Köln-Weiß (11,9), Darmstadt (11,1), Salzwedel (11,0) und Bismark (10,9) die höchsten Werte aufzuweisen. Die tiefsten Werte wurden an den Stationen Olbernhau/Erz. (8,3), Mitterdarching (8,4) und Großerkmannsdorf (9,4) gemessen. Im Vergleich zum langjährigen Mittel gab es überwiegend positive Abweichungen. So hatten Bismark (2,3), Darmstadt (2,0), Berlin-Rahnsdorf (1,9) und Mühlanger (1,8) die deutlichsten Abweichungen aufzuweisen. Die Höchstwerte traten vorwiegend am 30. Juli auf. Die höchsten Maxima registrierten die Stationen Jessen (36,6), Köln-Weiß (35,8), Darmstadt (35,4) und Salzwedel (34,7). Es traten viele heiße Tage auf. Die meisten heißen Tage hatte die Station Jessen mit 34, die wenigsten die Station Neumünster mit 0. Es traten viele Sommertage auf. Die Anzahl der Sommertage lag zwischen 84 in Jessen und 15 in Neumünster. Es traten viele Frosttage auf. Die Anzahl der Frosttage lag zwischen 112 in Mitterdarching und 26 in Köln-Weiß. Bei den Eistagen war es nicht so üppig. Die Anzahl der Eistage lag zwischen 30 in Olbernhau/Erz. und 0 in Eisleben. Am tiefsten sank das Quecksilber in Mitterdarching (-22,9), Olbernhau/Erz. (-18,6), Salzwedel (-16,6) und Pretsch (-14,0). Im Mittel wurde der kälteste Tag am 6.Januar  registriert. Es traten außergewöhnlich viele Bodenfrosttage auf. Die Anzahl der Bodenfrosttage lag zwischen 121 in Olbernhau/Erz. und 36 in Mühlanger. Als tiefste Temperatur am Erdboden registrierte die Messstelle in Olbernhau/Erz. -25,7 Grad Celsius am 6. Januar.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der Regionalstationen lag bei 80 Prozent.

In der Niederschlagsverteilung gab es erhebliche regionale Unterschiede. Die höchsten Niederschlagmengen konnten an den Stationen Mitterdarching (1400,65), Neumünster (1012,6), Köln-Weiß (907,9) und Neuenhagen (887,1) gemessen werden. Die geringsten Mengen konnten an den Stationen Köthen (487,4), Jessen (536,6), Eisleben (558,3) und Annaburg (580,8) registriert werden. In der prozentualen Bilanz führten Neuenhagen (152,8), Berlin-Rahnsdorf (148,0), Bismark (132,0) und Berlin-Friedrichshagen (130,3) die Rangliste an. In Salzwedel fielen hingegen nur 84 Prozent des Jahressolls. Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 217 in Neumünster und 36 in Neumünster. Die höchste Niederschlagsmenge konnte die Station Neuenhagen mit 82,2 am 29. Juni messen.

An durchschnittlich 30 Tagen  lag an den Stationen eine Schneedecke. Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen Olbernhau/Erz. (65), Mitterdarching (37), Neuenhagen (16) und Gröditz (13) . Die Höchstwerte traten vorwiegend am 16. Januar auf. Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen Olbernhau/Erz. (103 cm), Mitterdarching (96 cm) , Gröditz (38 cm) und Neuenhagen (36 cm) gemessen werden.

Die meisten Sonnenstunden registrierten die Regionalstationen in Mühlanger (1809,6), Jänickendorf (1779,3), Darmstadt (1693,9) und Bismark (1589,0). Am wenigsten schien die Sonne in Jessen (1076,15), Neuenhagen (1217,7), Neumünster (1457,6) und Köln-Weiß (1497,9). Prozentual gesehen reichte die Spanne von Mühlanger (115,4) bis Jessen (65,5), wobei die Stationen mit einem Überschuss klar überwogen. Heitere Tage gab es im Durchschnitt 28, trübe Tage dagegen 140.

Die höchste Windspitze konnte die Station Jessen mit 33,6 m/s messen. Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 51, das Mittel mit Windspitzen über Beaufort 8 (stürmische Tage) lag bei 7. Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Jänickendorf mit 138, bei den stürmischen Tagen war es die Station Gröditz mit 18. Der Luftdruck hatte ein Mittel von 1015,8 hPa aufzuweisen. Die meisten Gewittertage registrierte der Beobachter in Salzwedel, wo es an 23 Tagen blitzte und donnerte.

Dies ist ein voll automatisch generierter Bericht

 

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Nun noch einige statistische Werte des Jahres: An 169 (+10) Tagen des Jahres kam es zu Niederschlag größer gleich 0,1 mm. Im Einzelnen: An 31 Tagen zu Sprühregen (-5), 204 (+31) zu Regen, 27 (+1) zu Schnee, 5 zu Reif- oder Frostgraupeln. 1 Mal kam es zu Hagel, 4 Mal Schneegriesel und 4 Mal Eiskörner wurden in diesem Jahr beobachtet. Es kam an 20 (+3) Tagen Mischniederschlag. An 87 Tagen waren die Niederschläge zum Teil als Schauer und an 24 (+5) Tagen mit Gewitter und an 9 Tagen mit Wetterleuchten zu beobachten. 2017 noch mehr klare Tage als im Vorjahr, Fernsichten waren uns sehr gute 119 Tage geboten. Dunst gab es an 93 Tagen. Die Nebeltage blieben gleich. Er trat an 23 Tagen auf. Die Sonne schien an 298 Tagen. Das waren etwas mehr als im Vorjahr. Die Glätteerscheinungen nahmen 2017 leicht zu. Glatteis trat an 4 Tagen auf, Eisglätte an 15 Tagen und 23 Tage mit Schneeglätte, Reifglätte trat 3 Mal auf. Reif konnte ich an 71 Tagen beobachten (-7). In 115 Nächten kam es zu Tau (-17). 5 Mal konnte Raufrost und beobachtet werden. Die Schneedeckentage <=50% vielen mit 29 Tagen etwas höher aus als 2016. Der Wind war 2017 etwas aktiv. Spitzen mit mehr als Beaufort 6 gab es an 144 Tagen, mit BFT 8 waren es 20. Im Mittel wurde BFT 6 an 46 Tagen, BFT 8 trat an 2 Tagen auf.

 

 

Temperatur- und Niederschlagsverteilungskarte Jahr 2017
auf der Grundlage der VdA-Wetterstationen

 

Temperaturverteilung des Jahres 2017 Niederschlagsverteilung des Jahres 2017

 

 

 

Temperturabweichung, Niederschlagsabweichung, Sonnenscheinabweichung

Sommer- und heiße Tage, Eis-, Frost und Bodenfrosttage, Gewittertage

 

ChartObject Sommertage und heiße Tage an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Frost-, Bodenfrost- und Eistage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Gewittertage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen