Jahresrückblick für 2013

 

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Das Jahr 2013 war mit 9,5 °C 0,2K über seinem Normwert (1985-2013) und damit etwa gleich normal wie sein Vorjahr, das ein Mittel von 9,4°C aufwies. Wir erlebten den 2. kältesten März mit nur -0,8°C im Mittel, -5,4 Kelvin unter der Norm. Der kälteste März war nur 0,1K kälter und stammte von 1987. Dieser Winter ging bis in die erste Dekade des Aprils. Auch wenn der August das höchste Tagesmaximum hatte, war der Juli der Sommermonat, denn nach dem 1. blieb es über 3 Wochen niederschlagsfrei.

 

Mit 645,3 mm schloss das Jahr noch um einiges nasser ab als sein Vorjahr. Nach einem relativ trockenen Frühjahrsbeginn, bis zum April lag die Erfüllung nur bei 60%, folgte mit über 100 mm ein total verregneter Mai. Damit reiht er sich in die 6 nassesten Mais mit über 100 mm ein. Was die relative Erfüllung angeht, springt einem der Oktober mit 222% ins Auge. Mit 71 mm war des zudem auch der zweitnasseste Oktober in 29 Jahren.

 

Beim Sonnenschein gab es dieses Jahr einen Einbruch. Nur 89% konnten erzielt werden. Einzig der Juli konnte sein Soll deutlich mit 130% übererfüllen, nur 3 Monate hatten noch eine Erfüllung, 8 Monate waren deutlich sonnenscheinarm. Am schlechtesten schloss der Februar mit nur 33% ab.

 

Der Winter war was Besonderes. In den ersten 3 Monaten lagen an 53 Tagen eine geschlossene Schneedecke und das im Zeitraum vom 11. Januar bis zum 1. April. Dieser Winter zog sich bis in die erste Aprildekade hin, sogar Ostersonntag gab es noch leichten Schneefall. Dafür fiel er zum Jahresende völlig aus.

  

Resümee: Der Winter begann am 11. Januar mit Schnee und erreichte einen ersten Höhepunkt am 25./26. mit Tiefstwerten um -19°C, am Boden -21°C. Zum Monatsende legte er eine kleine Pause ein. Das Orkantief brachte am 31.1. eine deutliche Milderung von bis zu 11°C und ein Abschmelzen der Schneedecke. Der kam erst am 8. Februar wieder. Doch er sollte im Februar noch mehrfach wieder tauen und wieder zurückkommen. Als am 27. Februar der Schnee abtaute und es bis zum 6. März deutlich wärmer wurde, dachte jeder, dass es nun Richtung Frühling ging. Doch weit gefehlt. Am Abend des 9 kam der Winter mit Schnee zurück und sollte bis Ostersonntag nicht wieder weg sein. Im Norden des Landes waren es bis zu 25 cm. Am 24. März wurden nochmals -16,1°C gemessen. Die Schneedecke lag bis Ende März. Am 7. April wurden erstmals wieder mehr als 10°C gemessen. Ab dem 14. 4. hielt der Frühling Einzug und am 18. hielt der erste Frühsommer mit 25,9°C ein Gastspiel. Was ab 25. passierte, war auch der Auslöser des verheerenden Hochwassers an Donau, Elbe, schwarzer und weißer Elster und der Saale mit teils noch nie gemessenen Höchstständen. Insgesamt kamen in der 3. Dekade 93,3 mm vom Himmel, der Monat brachte es auf 179% des Normalen. Bis zum 13. Juni hatte sich der Hochwasserscheitel bis kurz vor Hamburg durchgearbeitet. Eine hochsommerliche Phase von 17.-20. prägte den Juni. Der Niederschlag toppte allerdings vieles. Mit 190% erhielten wir fast doppelt so viel wie Normal. Gleich zu Monatsanfang hatten wir je einen Tag mit 10 und 20 Litern. Der 20. brachte 17 und der 25. 32 Liter. Hier war wieder eine Vb-Lage beteiligt. Was dann kam, war ein richtiger Sommer. 18 Sommertage und 4 heiße Tage sprachen für sich. Es hätten aber auch  7 sein können, 3 Tage scheiterten knapp unter 30°C. Zwischen dem 2. und 28. konnte sich der Sommer richtig entfalten. Hochsommerlich heiß war es vom 22. bis zum 28., dann bekam der Sommer einen deutlichen Knick. Vom 2. bis 26. niederschlagsfrei. Es folgten 3 teils unwetterartige Tage vom 28. bis 30. Es fielen fast 2/3 der Monatssumme an diesen Tagen. So ging es auch in der 1. Dekade des Augustes weiter. Es war hochsommerlich warm, am 2. wurde mit 34,7°C der Höchstwert des Jahres gemessen, aber auch starke Gewitter brachten besonders am 6. 34 mm. Die große Hitze blieb dann aber aus, in der zweiten Dekade nur noch 2 kräftige Regentage, nach dem 19. blieb es spätsommerlich und trocken. Der September hatte eine sommerlichen Phase in der ersten Dekade, dabei wurde noch einmal 25°C erreicht, und einen frostigen Altweibersommer zu Monatsende. Die letzten 4 Tage waren mit Bodenfrost behaftet. Am 9. und 20. wurden Mengen über 10 Liter gemessen. Die Sonne schien nur in der ersten Dekade und an den letzten 4 Tagen ausgiebig. Der Oktober hatte eine sehr warme 3. Dekade. Der Start dagegen war ziemlich frostig. Mit -5,5°C am Boden am 2. war es einer der stärksten zeitigsten Fröste. Dies führte auch zu einem verfrühten Blattfall und brachte sogar die phänologische Reihenfolge etwas durcheinander. Der Herbstorkan „Christian“ sorgte letztlich für die völlige Entlaubung. Durch die kräftigen Niederschlagsereignisse von 10. bis 12. mit schon 52,6 mm schloss der Oktober als einer der nassesten der letzten 30 Jahre ab. Er landete mit 229% knapp auf den 3. Platz der Rangliste. Nahezu trocken blieb es nur in der frostigen Phase vom 1.-9. Der November hatte einen sehr warmen Monateinstieg. Allein 4 Tage hatten deutlich über 10°C. Zu Mitte des Monats gab es ersten Bodenfrost. Besonders kalt wurde es vom 24.-27., am 26. und 27. wurde ein E-Min von -9,0 bzw. -9,1°C gemessen. Nur 1993 war es am 26. noch kälter, der 27. hat einen neuen Tagesrekord. Zu Schnee kam es in diesem November nicht. Die Sonne sah man ab dem 16. fast gar nicht mehr. Nur noch an 4 Tagen in der Mitte der 3. Dekade war sie  noch zu erspähen. Dafür hatten wir in diesem Monat außerordentliche Fernsichten (10 Tage) mit nur einem Nebeltag am 23. Auch der Dezember war ein recht. Im Allgemeinen war von Winter kaum etwas zu spüren. Denn die Tiefsttemperatur trat bereits am 4. ein (-3,5°C), dann folgte ein 2 tägiges Winterintermezzo. Der Orkan brachte nur ein wenig Schneeregen. Von einer Schneedecke blieben wir weit entfernt. Dafür wurde es wieder ein sehr warmes Weihnachtsfest. Besonders vom 4. bis 8. unter dem Orkan wurde es richtig nass, dennoch war der Monat viel zu trocken. 5 Nebeltage und 7 Windtage mit einem Sturmtag standen noch in der Statistik. Der Orkan erreichte am Nikolaustag mit 27,7 m/s seinen höchsten Wert, also knapp 100 km/h.

 

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Das Jahr 2013 war im Mittel der Regionalstationen mit -1,7 bis 1,5 Kelvin Abweichung weitestgehend temperaturnormal, mit 96 bis 135 Prozent zu nass und mit 51 bis 110 Prozent sonnenscheinnormal.

 

Bei den monatlichen Temperaturmitteln hatten die Stationen Zahna (11,3), Berlin-Prenzlau (11,1), Bismark (10,1) und Berlin-Rahnsdorf (10,1) die höchsten Werte aufzuweisen. Die tiefsten Werte wurden an den Stationen Olbernhau/Erz. (7,2), Doberlug-Kirchhain (8,4), Großerkmannsdorf (8,5) und Kamenz (8,6) gemessen. Im Vergleich zum langjährigen Mittel gab es überwiegend positive Abweichungen. So hatten Bismark (1,5), Berlin-Rahnsdorf (1,4), Zahna (1,3) und Berlin-Prenzlau (1,1) die deutlichsten Abweichungen aufzuweisen. Die Höchstwerte traten vorwiegend am 2. August auf. Die höchsten Maxima registrierten die Stationen Zahna (38,1), Salzwedel (38,0), Nennhausen (37,1) und Großerkmannsdorf (36,7). Es traten viele heiße Tage auf. Die meisten heißen Tage hatte die Station Zahna mit 24, die wenigsten die Station Olbernhau/Erz. mit 2. Es traten recht viele Sommertage auf. Die Anzahl der Sommertage lag zwischen 80 in Zahna und 25 in Olbernhau/Erz. Es traten außergewöhnlich viele Frosttage auf. Die Anzahl der Frosttage lag zwischen 118 in Doberlug-Kirchhain und 53 in Berlin-Prenzlau. Auch traten außergewöhnlich viele Eistage auf. Die Anzahl der Eistage lag zwischen 47 in Olbernhau/Erz. und 17 in Bismark. Am tiefsten sank das Quecksilber in Doberlug-Kirchhain (-20,2), Jänickendorf (-19,4), Baruth (-18,6) und Wartenburg (-18,4). Im Mittel wurde der kälteste Tag am 26. Januar registriert. Es traten außergewöhnlich viele Bodenfrosttage auf. Die Anzahl der Bodenfrosttage lag zwischen 136 in Jänickendorf und 78 in Salzwedel. Als tiefste Temperatur am Erdboden registrierte die Messstelle in Kamenz -23,4 Grad Celsius am 26. Januar.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der Regionalstationen lag bei 76 Prozent.

In der Niederschlagsverteilung gab es erhebliche regionale Unterschiede. Die höchsten Niederschlagmengen konnten an den Stationen Olbernhau/Erz. (1017,6), Zahna (733,0), Kamenz (731,8) und Köthen (729,0) gemessen werden. Die geringsten Mengen konnten an den Stationen Salzwedel (532), Neuenhagen (547,7) und Baruth (574,8) registriert werden. In der prozentualen Bilanz führten Wartenburg (135), Köthen (135), Mühlanger (126) und Doberlug-Kirchhain (125) die Rangliste an. In Neuenhagen fielen hingegen nur 96 Prozent des Monatssolls. Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 198 in Kamenz und 127 in Annaburg. Die höchste Niederschlagsmenge konnte die Station Olbernhau/Erz. mit 53,2 am 02. Juni messen.

An vielen Stationen lag in diesem Winter lange eine geschlossene Schneedecke bis teils Anfang April. Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen Olbernhau/Erz. (42), Kamenz (36), Wiesenburg (23) und Berlin-Rahnsdorf (22). Die Höchstwerte traten vorwiegend am 21. bis 24. März auf, also recht spät. Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen Köthen (85 cm), Jänickendorf (77 cm), Eisleben (74 cm) und Neuenhagen (67 cm) gemessen werden.

Die meisten Sonnenstunden registrierten die Regionalstationen in Mühlanger (1790,4), Bismark (1646,8), Kamenz (1574,6) und Jänickendorf (1556,9). Am wenigsten schien die Sonne in Berlin-Prenzlau (658,5), Köthen (862,2), Zahna (1262,6) und Doberlug-Kirchhain (1293,6). Prozentual gesehen reichte die Spanne von Mühlanger (109,8) bis Köthen (50,8), wobei die Stationen mit einem Überschuss klar überwogen.  

Heitere Tage gab es im Durchschnitt 35, trübe Tage dagegen 180. Die höchste Windspitze konnte die Station Doberlug-Kirchhain mit 32,4 m/s messen. Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 40, das Mittel mit Windspitzen über Beaufort 8 (stürmische Tage) lag bei 8. Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Kamenz mit 167, bei den stürmischen Tagen war es die Station Doberlug-Kirchhain mit 67. Der Luftdruck hatte ein Mittel von 1004,5 hPa aufzuweisen.

Die meisten Gewittertage registrierte der Beobachter in Jänickendorf, wo es an 24 Tagen blitzte und donnerte.

 

Dieser Bericht wurde automatisch generiert

 

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Nun noch einige statistische Werte des Jahres: An 157 (-6) Tagen des Jahres kam es zu Niederschlag größer gleich 0,1 mm. Im Einzelnen an 31 Tagen zu Sprühregen (-4), 151 (-37) zu Regen, 58 (+24) zu Schnee, 4 zu Reif- oder Frostgraupeln. 4 Mal Schneegriesel und 1 Mal Hagel wurden in diesem Jahr beobachtet. Es kam an 53 (+30) Tagen Mischniederschlag. An 60 Tagen waren die Niederschläge zum Teil als Schauer und an 24 (+4) Tagen mit Gewitter und an 10 Tagen mit Wetterleuchten zu beobachten. Die Luft war 2013 wieder recht klar, Fernsichten waren uns 87 geboten. Dunst gab es an 122 Tagen. Der Nebel nahm nochmals ab und trat an nur 13 Tagen auf, die meisten im Dezember. Die Sonne schien an nur 268 Tagen, ein Tiefstwert. Die Glätteerscheinungen hielten sich in Grenzen, da es bis Ende März winterlich mit Schnee war und zum Jahresende keinen Winter gab. Glatteis trat nicht auf, 7 Tage mit Eisglätte, aber 2

50 Tage mit Schneeglätte, Reifglätte trat auch nicht auf. Reif konnte ich an 58 Tagen beobachten (-6). In 98 Nächten kam es zu Tau (-5). 5 Mal konnte Raufrost beobachtet werden. Die Schneedeckentage <=50% nahmen mit 63 Tagen deutlich zu. Alle samt fanden aber bis März statt. Der Wind war nicht ganz so aktiv wie i8m Vorjahr. Spitzen mit mehr als Beaufort 6 gab es an 119 Tagen, mit BFT 8 waren es 9. Im Mittel wurde BFT 6 an 31 Tagen ermittelt. Beim Orkan zum Nikolaus trat sogar ein Sturmtag auf

 

Temperatur- und Niederschlagsverteilungskarte Jahr 2013
auf der Grundlage der VdA-Wetterstationen

 

Temperaturverteilung des Jahres 2013 Niederschlagsverteilung des Jahres 2013

 

 

 

Temperturabweichung, Niederschlagsabweichung, Sonnenscheinabweichung

Sommer- und heiße Tage, Eis-, Frost und Bodenfrosttage, Gewittertage

 

ChartObject Sommertage und heiße Tage an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Frost-, Bodenfrost- und Eistage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Gewittertage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen

 

ChartObject Jahresniederschlag der Regionalwetterstationen