Jahresrückblick für 2012

 

 

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Das Jahr 2012 war mit 9,4 °C 0,1K über seinem Normwert (1985-2012) und damit etwas kühler als sein Vorjahr, das ein Mittel von 9,8°C aufwies. Wir erlebten den 4. kältesten Februar mit nur -2,7°C im Mittel, - 4 Kelvin unter der Norm. Aber auch der August hatte was zu bieten. Mit 38,1°C konnten wir den 3. heißesten Tag des Augusts und auch der gesamten Messreihe am 20.08. verbuchen.

 

Mit 582 mm schloss das Jahr im Rahmen seiner Mittelwerte ab. Außer der Reihe waren hier nur der trockene März mit nur 6,9 mm (19%), der damit der trockenste März seit 1985 wurde. Dafür wurde der Juli mit 111 mm der drittnasseste seiner Art.

Auch dieses Jahr konnte man mit Ausnahme des Dezembers ein sonnenscheinreiches Jahr erleben. Besonders wenig schien die Sonne im Dezember. Dort erreichte sie nur klägliche 36 Stunden.

Der Winter enttäuschte dagegen. Im Februar lag an nur 6 Tagen überhaupt eine Schneedecke, wovon 4 cm schon das Maximum waren. Ausgerechnet bei der großen Kälte am Anfang des Monats lag keiner, so dass vieles stark erfror. Erst im Dezember lag wieder eine Schneedecke 12 Tage lang. Davon von 7.-16. am Stück mit dem Höchstwert des Jahres von 14 cm am 13./14. Weihnachten natürlich alles abgetaut.

 

Das Jahr war temperaturmäßig wieder ein normales, nur ein Monat hatte eine deutliche Abweichung zu verzeichnen. Besonders kalt war es im Februar mit -4,0K Abweichung. Der März war der wärmste, mit seiner Abweichung von 2,9 K gesehen. Es folgte der November mit 1,6 K, der Mai mit 1,1K und der September mit 1,0 K positiver Abweichung. Der Dezember war mit -1,4 K unter der Norm noch kalt. Alle nicht genannten Monate bewegten sich im Normalen von -0,8 bis +0,7K. 8 trockenen Monaten, der März dabei mit nur 29% extrem trocken, stehen 4 zu feuchte Monate gegenüber. Spitzenreiter war hier der Juli mit 183%, gefolgt vom Januar, Juni und November, die um die 145% erzielten. Die Monate August, Oktober und Dezember waren etwa niederschlagsnormal. Der sonnenscheinreichste Monat war mit 141% der September, gefolgt vom März und Februar (135%). Nicht erreicht haben ihr Ziel der Januar, April, Juni und Dezember. Die anderen 5 Monate lagen im Mittelwertbereich.

 

Resümee: Vom Kältehoch Dieter bekam der Osten im Januar nur die sibirische kalte Luft ab. Die Sonne war 18 Tage nicht zu sehen. Der 31. war der erste Tag unter -10°C. Die erste Februardekade war 13 Kelvin kälter. Verantwortlich für die Kälte war das Russlandkältehoch, das sich sein Ende Januar über Mitteleuropa festgesetzt hatte und die Stellung bis zum 12. Februar hielt. In dieser Zeit kam es zu 3 Tagen mit mehr als -20°C. Am 14. Februar kamen wir aus dem Dauerfrost heraus. Der März wurde es der drittsonnigste seiner Art. Ab dem 25. April gab es 2 Sommertage und den ersten heißen Tag überhaupt im April seit 1985 (30,5°C). Am 20.4. gab es das erste Gewitter des Jahres. Im Mai gab es zwei Kälteeinbrüche, vom 6.-7. und 12.-17. Dazwischen und auch danach waren zum Teil heiße Tage dabei. Der Juni hat nur zweimal einen Anlauf zu sommerlicher Witterung geschafft, am 18. und ab dem 28. Die Schafskälte regierte dieses Mal recht lange. 3 Starkregentage über 10 mm und zwei mit 9 mm standen in der Bilanz. Dabei kam es am 30. während des Gewitters zu leichtem Hagel mit einer Korngröße von 10 mm. Sommer ja, Hochsommer nur an 5 Tagen, so präsentierte sich der Juli. Bis zur Monatmitte war es sehr gewittrig, 9 Tage insgesamt. Zweimal kam es dabei zu leichtem Hagel. Es kam am 1.-2. und 5.-8. immer wieder zu Gewittern mit teils starken Niederschlägen, zweimal über 10 mm. Hagel bis zu 2 cm groß (14.07.). Alles in allem war es ein sehr lebhafter aber auch sommerlicher Monat mit vielen Unterbrechungen. Der August war mit nur 26% der zweittrockenste nach 2003 mit 14 Litern. Dieser August konnte nach vielen Jahren endlich mal wieder als richtiger Sommermonat bezeichnet werden. Denn am 20. wurde mit 38,1°C der zweitheißeste Tag meiner Messreihe gemessen. Wärmer war es nur am 9.8.1992 mit 39,1°C. Es war ein warmer September mit dem zweitspätesten heißen Tag meiner Messreihe am 10. Der Altweibersommer erfuhr bis in den Oktober hinein immer wieder eine Erneuerung, ohne dass der Sommer geendet hätte. Der Oktober hatte einige Züge eines „Goldenen Oktobers“, beinhaltete sowohl das wärmste Oktoberwochenende als auch das kälteste je gemessene. Ab dem 28. gab es kräftige Nachtfröste, die am 29. mit -7,4°C ihren Höhepunkt fanden (E-Min -9,5°C). Der November brachte es auf 182% und damit auf den 4. nassesten Monat seit 1985. Hauptgrund war der Dauerregen vom 28. bis zum 30. Darunter waren zwei Tagesrekorde: 28. 16,8 mm, 29. 30,9 mm. Am 30. war kurzzeitig der erste Schneefall mit dabei. Der Dezember begann winterlich kalt. Vom 6. bis 14. gab es sogar Dauerfrost. Vom 6. bis 16. hatten wir unseren Wintereinbruch mit Schnee, der am 13. mit 14 cm seinen Höhepunkt hatte. Am 23. folgte eine 4 cm Schneedecke. Dieser nicht mal 24-h-Winter wurde von Glatteisregen beendet und abendlichen Temperaturen von 9°C. Somit war das Weihnachtstauwetter perfekt. Am 1. Weihnachtsfeiertag erlebten wir den wärmsten mit 13,5°C seit 1997.

 

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Das Jahr 2012 war im Mittel der Regionalstationen mit -0,6 bis 1,9 Kelvin Abweichung zu fast temperaturnormal, mit 87 bis 124 Prozent niederschlagsnormal und mit 68 bis 125 Prozent sonnenscheinnormal.

Bei den monatlichen Temperaturmitteln hatten die Stationen Berlin-Prenzlau (11,2), Berlin-Rahnsdorf (10,4), Zahna (10,3) und Bismark (10,2) die höchsten Werte aufzuweisen. Die tiefsten Werte wurden an den Stationen Olbernhau/Erz. (7,7), Doberlug-Kirchhain (8,8), Grosserkmannsdorf (8,8) und Wiesenburg (9,0) gemessen. Im Vergleich zum langjährigen Mittel gab es überwiegend positive Abweichungen. So hatten Zahna (1,9), Bismark (1,7), Berlin-Rahnsdorf (1,5) und Annaburg (1,3) die deutlichsten Abweichungen aufzuweisen. Die Höchstwerte traten vorwiegend am 20. August auf. Die höchsten Maxima registrierten die Stationen Zahna (39,5), Nennhausen (39,2), Wartenburg (38,8) und Jessen (38,6). Es traten normal viel heiße Tage auf. Die meisten heißen Tage hatte die Station Zahna mit 26, die wenigsten die Station Olbernhau/Erz. mit 2. Es traten viele Sommertage auf. Die Anzahl der Sommertage lag zwischen 71 in Zahna und 33 in Reinsdorf. Auch die zahl der Frosttage war normal. Die Anzahl der Frosttage lag zwischen 114 in Doberlug-Kirchhain und 40 in Berlin-Prenzlau. Es traten aber auch viele Eistage auf. Die Anzahl der Eistage lag zwischen 37 in Olbernhau/Erz. und 13 in Reinsdorf. Am tiefsten sank das Quecksilber in Reinsdorf (-26,4), Berlin-Friedrichshagen (-24,9), Olbernhau/Erz. (-24,5) und Baruth (-23,7). Im Mittel wurde der kälteste Tag am 6. Februar registriert. Es traten außergewöhnlich viele Bodenfrosttage auf. Die Anzahl der Bodenfrosttage lag zwischen 131 in Baruth und 57 in Salzwedel. Als tiefste Temperatur am Erdboden registrierte die Messstelle in Berlin-Friedrichshagen -29,2 Grad Celsius am 6.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der Regionalstationen lag bei 73 Prozent.

Die Niederschlagsverteilung war in der Region recht ausgeglichen. Die höchsten Niederschlagmengen konnten an den Stationen Olbernhau/Erz. (909,5), Kamenz (826,4), Nennhausen (702,6) und Großerkmannsdorf (700,2) gemessen werden. Die geringsten Mengen konnten an den Stationen Freiberg (200,3), Reinsdorf (343,4), Wartenburg (480,6) und Salzwedel (491,3) registriert werden. In der prozentualen Bilanz führten Doberlug-Kirchhain (123,6), Kamenz (115,8), Bismark (110,3) und Berlin-Rahnsdorf (109,4) die Rangliste an. In Mühlanger fielen hingegen nur 86,7 Prozent des Monatssolls. Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 196 in Berlin-Prenzlau und 116 in Annaburg. Die höchste Niederschlagsmenge konnte die Station Kamenz mit 85 am 05. Juli messen.

An mehr als die Hälfte der Tage des Monats 2012 lag an den Stationen eine Schneedecke. Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen Olbernhau/Erz. (60), Kamenz (36), Reinsdorf (17) und Neuenhagen (17).Die Höchstwerte traten vorwiegend am 10. des Monats auf. Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen Olbernhau/Erz. (109 cm), Jessen (36 cm), Jänickendorf (32 cm) und Neuenhagen (32 cm) gemessen werden.

 Die meisten Sonnenstunden registrierten die Regionalstationen in Mühlanger (2027,1), Jänickendorf (1883,9), Baruth (1798,1) und Bismark (1738,0). Am wenigsten schien die Sonne in Berlin-Prenzlau (694,0), Köthen (1147,0), Doberlug-Kirchhain (1498,0) und Kamenz (1515,9). Prozentual gesehen reichte die Spanne von Mühlanger (124,9) bis Köthen (67,6), wobei die Stationen mit einem Überschuss klar überwogen.   Heitere Tage gab es im Durchschnitt 40, trübe Tage dagegen 150.

Die höchste Windspitze konnte die Station Reinsdorf mit 29,5 m/s messen. Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 49, das Mittel mit Windspitzen über Beaufort 8 (stürmische Tage) lag bei 7. Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Kamenz mit 192, bei den stürmischen Tagen war es auch die Station Kamenz mit 40. Der Luftdruck hatte ein Mittel von 1005,3 hPa aufzuweisen.

Die meisten Gewittertage registrierte der Beobachter in Olbernhau/Erz., wo es an 31 Tagen blitzte und donnerte.

Die meisten Gewittertage registrierte der Beobachter in Gera, wo es an 28 Tagen blitzte und donnerte.

Dieser Bericht wurde automatisch generiert

 

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Nun noch einige statistische Werte des Jahres:  

An 157 (+19) Tagen des Jahres kam es zu Niederschlag größer gleich 0,1 mm. Im Einzelnen an 35 Tagen zu Sprühregen (+15), 188 (+33) zu Regen, 34 (+7) zu Schnee, 5 zu Reif- oder Frostgraupeln. 3 Mal Schneegriesel, 3 Mal Eiskörner und 4 Mal Hagel wurden in diesem Jahr beobachtet. Es kam an 23 Tagen Mischniederschlag. An 76 Tagen waren die Niederschläge zum Teil als Schauer und an 20 (0) Tagen mit Gewitter und an 5 Tagen mit Wetterleuchten zu beobachten. Die Luft war 2012 deutlich klarer, Fernsichten waren uns 99 geboten. Dunst gab es an 120 Tagen, 5 Tage mehr als im Vorjahr. Der Nebel nahm leicht ab und trat an 22 Tagen auf, die meisten im November. Die Sonne schien an 302 Tagen. Die Glätteerscheinungen nahmen wieder deutlich zu. 4 Mal Glatteis, 10 Tage mit Eisglätte, 20 Tage mit Schneeglätte und 2 Mal bescherte uns der Winter Reifglätte. Reif konnte ich an 64 Tagen beobachten (-12). In 103 Nächten kam es zu Tau (+25). Einmal konnte Raufrost beobachtet werden. Die Schneedeckentage <=50% waren mit 25 Tagen leicht zunehmend. Es war wieder ein recht windiges Jahr. Spitzen mit mehr als Beaufort 6 gab es an 147 Tagen, mit BFT 8 waren es 15. Im Mittel wurde BFT 6 an 48 Tagen ermittelt. BFT 8 trat nicht auf.

 

Temperatur- und Niederschlagsverteilungskarte Jahr 2012
auf der Grundlage der VdA-Wetterstationen

 

Temperaturverteilung des Jahres 2012Niederschlagsverteilung des Jahres 2012

 

 

 

Temperturabweichung, Niederschlagsabweichung, Sonnenscheinabweichung

Sommer- und heiße Tage, Eis-, Frost und Bodenfrosttage, Gewittertage

 

ChartObject Sommertage und heiße Tage an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Frost-, Bodenfrost- und Eistage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Gewittertage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen

 

ChartObject Jahresniederschlag der Regionalwetterstationen