Jahresrückblick für 2009

 

 

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Das Jahr 2009 war mit 9,5 °C kühler als seine Vorjahre (+0,2 Kelvin) mit dem wärmsten April und November (+3,6K und +3,7K), sehr strengem Frost im Januar (-23,5°C), einem sehr trocken April (22%) und dem 2. nassesten Oktober (208%). Mit  104 Prozent konnte die Sonne ihr Ziel knapp überbieten. Beim Niederschlag war es genau das Gleiche, er lag bei 102% leicht über der Norm. Wir starteten mit einem extrem kalten  Winter und endeten auch so. Der Sommer konnte sich diesesmal besser behaupten.
Das Jahr war temperaturmäßig eine Berg- und Talfahrt. 4 Monate boten etwas Besonderes. Der Januar (-3,4K) und der Dezember (-2,2K) waren deutlich zu kalt. Der Januar brachte zudem die kältesten Temperaturen seit 1997 zu Tage. Sehr warm schlugen die Monate April und November zu. Mit 3,6K und 3,7K Abweichung wurden sie zu den wärmsten Ihrer Art seit Messungsbeginn 1985. Die restlichen Monate lagen mit ihren Werten zwischen -1,5 und -1,4K Abweichung also normal. Der August schaffte es endlich mal wieder, ein Sommermonat zu sein. 4 Jahre mussten wir darauf warten. Mit 21 Sommertagen konnte er sogar den Juli schlagen. Aber auch der April (2) und der September (5) brachten noch Sommertage zum Vorschein. Resümee: Wir erlebten ein wettertechnisch recht normales Jahr: Eine Kältewelle im Januar, Schnee im Winter bis zu 15 cm, pünktliche Eisheilige mit -2,4°C. Auch der Siebenschläfer hatte dieses Jahr Recht behalten, denn es folgte ein recht ordentlicher Sommer mit über 33°C, mit 46 Sommertage aber nur 7 heißen Tagen. Das besondere dürfte aber der heiße Tag am 1. September gewesen sein. Mit 33,2°C war er nur 0,2K kühler als der heißeste Tag des Jahres und somit der wärmste Septembertag meiner Messreihe. Nach einem schönen Wintereinbruch Mitte Dezember kam auch das Weihnachtstauwetter wie bestellt. Nach einer Pause setzte der Winter am 30.12. wieder ein und steuerte auf den Besten seit 1987 hin. Bis zum April war der Niederschlag recht ausgeglichen. Dieser brachte dann nur 12% des Solls. Doch die nächsten drei Monate holten dies wieder auf. Insgesamt war die Bilanz im zweiten Halbjahr höher als im ersten, besonders das letzte Vierteljahr holte besonders auf, der Oktober alleine mit 208%. Bei der Sonne ist die Aussage recht einfach. Von April bis September schien sie außergewöhnlich stark (192 bis 283%), also im Schnitt mehr als 200%. Dafür war in den ersten und letzten 3 Monate des Jahres nicht viel los. 32 bis 90% waren da nur drin. Trotzdem schloss das Jahr mit 104% leicht positiv.

 

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Das Jahr 2009  war im Mittel der Regionalstationen mit -0,1 bis 1,9 Kelvin Abweichung zu warm, mit 100 bis 127 Prozent niederschlagsnormal und mit 97 bis 122 Prozent sonnenscheinnormal.
Bei den monatlichen Temperaturmitteln hatten die Stationen Berlin-Prenzlau (11,2), Gröditz (10,7), Eisleben (10,7) und Berlin-Rahnsdorf (10,5) die höchsten Werte aufzuweisen. Die tiefsten Werte wurden an den Stationen Olbernhau/Erz. (7,8), Doberlug-Kirchhain (8,8), Salzwedel (8,8) und Grosserkmannsdorf (8,8) gemessen. Im Vergleich zum langjährigen Mittel gab es außer einer nur positive Abweichungen. So hatten Bismark (1,9), Berlin-Rahnsdorf (1,9), Annaburg (1,7) und Berlin-Prenzlau (1,2) die deutlichsten Abweichungen aufzuweisen. Die Höchstwerte traten vorwiegend am 2. August auf. Die höchsten Maxima registrierten die Stationen Eisleben (35,3), Bismark (35,2), Jessen (34,3) und Köthen (34,3). Es traten wieder mehr heiße Tage auf.  Die meisten heißen Tage hatte die Station Bismark mit 15, die wenigsten die Station Olbernhau/Erz. mit 0. Auch die Zahl der Sommertage nahm wieder leicht zu.  Die Anzahl der Sommertage lag zwischen 54 in Bismark und 25 in Olbernhau/Erz. Es traten normal viele Frosttage auf.  Die Anzahl der Frosttage lag zwischen 109 in Doberlug-Kirchhain und 45 in Berlin-Prenzlau. Es traten recht viele Eistage auf. Die Anzahl der Eistage lag zwischen 35 in Doberlug-Kirchhain und 13 in Berlin-Prenzlau. Am tiefsten sank das Quecksilber in Mühlanger (-26,9), Annaburg (-25,7), Zahna (-24,9) und Großerkmannsdorf (-24,8). Im Mittel wurde der kälteste Tag am 7.  Januar registriert. Es traten außergewöhnlich viele Bodenfrosttage auf.  Die Anzahl der Bodenfrosttage lag zwischen 133 in Jänickendorf und 47 in Berlin-Prenzlau. Als tiefste Temperatur am Erdboden registrierte die Messstelle in Kamenz -30,2 Grad Celsius am 7. Januar. 
Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der Regionalstationen lag bei 74 Prozent.
In der Niederschlagsverteilung gab es erhebliche regionale Unterschiede. Die höchsten Niederschlagmengen konnten an den Stationen Olbernhau/Erz. (917,9), Kamenz (755,0), Doberlug-Kirchhain (703,1) und Freiberg (701,8) gemessen werden. Die geringsten Mengen konnten an den Stationen Köthen (507,9), Eisleben (524,5), Jänickendorf (554,7) und Wittenberg (559,6) registriert werden.  In der prozentualen Bilanz führten Berlin-Rahnsdorf (126,8), Doberlug-Kirchhain (125,5), Bismark (124,2) und Berlin-Friedrichshagen (120,2)  die Rangliste an. In Wittenberg fielen hingegen nur 100 Prozent des Monatssolls. Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 203 in Olbernhau/Erz. und 158 in Jessen. Die höchste Niederschlagsmenge konnte die Station Köthen mit 54,9 am 17. Juli messen.
An vielen Stationen lag an jedem Tag des Monats eine geschlossene Schneedecke. Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen Olbernhau/Erz. (40), Freiberg (33), Kamenz (30) und Neuenhagen (21). Die Höchstwerte traten vorwiegend am 5. Januar oder 31. Dezember auf. Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen Berlin-Friedrichshagen (61 cm), Jänickendorf (60 cm), Neuenhagen (56 cm) und Gröditz (47 cm) gemessen werden.
Die meisten Sonnenstunden registrierten die Regionalstationen in Mühlanger (1853,4), Bismark (1839,5), Jänickendorf (1824,0) und Wittenberg (1675,6).  Am wenigsten schien die  Sonne in Doberlug-Kirchhain (1565,5), Jessen (1622,3) und Kamenz (1664,0). Prozentual gesehen reichte die Spanne von Bismark (121,8) bis Jessen (96,5), wobei die Stationen mit einem Überschuss klar überwogen. Heitere Tage gab es im Durchschnitt 32, trübe Tage dagegen 124.
Die höchste Windspitze konnte die Station Kamenz mit 24,2 m/s messen. Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 54, das Mittel mit Windspitzen über Beaufort 8 (stürmische Tage) lag bei 8.Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Gröditz mit 154, bei den stürmischen Tagen war es  die Station Wittenberg mit 29. Der Luftdruck hatte ein Mittel von 1013,7 hPa aufzuweisen. Die meisten Gewittertage registrierte der Beobachter in Kamenz, wo es an 35 Tagen blitzte und donnerte.
Dieser Bericht wurde automatisch generiert

 

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Nun noch einige statistische Werte des Jahres: An 163 (+6) Tagen des Jahres kam es zu Niederschlag größer gleich 0,1 mm. Im Einzelnen an 26 Tagen zu Sprühregen (-6), 192 (+1) zu Regen, 43 (+21) zu Schnee, 5 zu Reif- oder Frostgraupeln. 6 Mal Schneegriesel und 4 Mal Hagel wurden in diesem Jahr beobachtet. Es kam an 38 Tagen Mischniederschlag. An 87 Tagen waren die Niederschläge zum Teil als Schauer und an nur 29 (+9) Tagen mit Gewitter und an 1 Tag mit Wetterleuchten zu beobachten. Die Luft war 2009 wohl deutlich klarer, Fernsichten waren uns 80 geboten. Dunst gab es an 120 Tagen, stolze 33 Tage mehr als im Vorjahr. Auch der Nebel legte zu und trat an 30 Tagen auf. Die Sonne schien an 289 Tagen. Die Glätteerscheinungen legten wieder zu. 6 Mal Glatteis, 10 Tage mit Eisglätte, 38 Tage mit Schneeglätte und 5 Mal bescherte uns der Winter Reifglätte. Reif konnte ich an 66 Tagen beobachten (+1). In 129 Nächten kam es zu Tau. 1 Mal konnte Raufrost beobachtet werden. Die Schneedeckentage <=50% stabilisierten sich mit 48 Tagen weiter. Spitzen mit mehr als Beaufort 6 gab es an 124 Tagen, mit BFT 8 waren es 9. Im Mittel wurde BFT 6 an 42 Tagen ermittelt. BFT 8 trat nicht auf.

 

Temperatur- und Niederschlagsverteilungskarte Jahr 2009
auf der Grundlage der VdA-Wetterstationen

 

Temperaturverteilung des Jahres 2009Niederschlagsverteilung des Jahres 2009

 

 

 

Temperturabweichung, Niederschlagsabweichung, Sonnenscheinabweichung

Sommer- und heiße Tage, Eis-, Frost und Bodenfrosttage, Gewittertage

 

ChartObject Sommertage und heiße Tage an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Frost-, Bodenfrost- und Eistage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Gewittertage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen

 

ChartObject Jahresniederschlag der Regionalwetterstationen