Jahresrückblick für 2008

 

 

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Das Jahr 2008 war mit 10,0 °C nicht ganz so warm wie das Vorjahr (+0,6 Kelvin) mit einem sehr warmen Januar und Februar (+3,4K und +3,2K), einem sehr trocken Mai (15%) und einem viel zu nassem April (272%). Mit  98 Prozent hatte die Sonne ihr Ziel knapp verpasst. Beim Niederschlag war es genau umgekehrt, er lag mit 103% leicht über der Norm. Wir starteten mit einem viel zu milden Winter und wurden übers Jahr in den Abweichungen immer kühler.
Das Jahr war temperaturmäßig auch wieder geteilt. Die ersten 2 Monate waren deutlich zu warm (Januar 3,4K, April 3,2K), bis Juni dann 0,2 bis 1,3k wärmer. Nur der April war mit -0,6K kühler als sein Normal, was wohl mit dem vielen Niederschlag zu tun hatte. Dann gab es mit Ausnahme des Novembers (+1,3K) nur noch negative Abweichungen von 0 bis -1,2K. Ausgerechnet im zu warmen November konnten wir den ersten und intensivsten Wintereinbruch des Jahres erleben, der uns eine Schneedecke von 9 cm bescherte. Der August bleibt das Sorgenkind des Sommers. Wieder nur 2 heiße Tage wurden gezählt (2007: 1, 2006: 0). Dafür glänzte der September mit 3 Sommertagen. Resümee: Wir erlebten einen der wärmsten Winter (+2,3K), was die Natur zeitweise um 2 bis 4 Wochen in Vorlauf brachte. Spitzentemperaturen gab es nicht, einmal wurden die 35°C geknackt. Die Winterwerte sind eher peinlich. Bis zum 31.12. waren es nur -6,3°C für die ersten 364 Tage. Erst der Silvestertag rettete das Jahr auf -9,6°C. Bis zum April war es auch ein recht nasses Jahr (Januar 202%, April 272%). Es fielen 282 mm, was der halben Jahressumme entsprach. Es folgte ein völlig trockener Mai mit 8,5 mm. Auch der Juni mit 17,5 mm war nicht viel besser. Ab Juli waren die Niederschlagmengen wieder ausgeglichen (64 bis 180 %). Genau 6 Monate hatten mehr als 100%, einer mit nur 15 (Mai). Spitzenreiter war der April mit 92,7mm (272%). Bei der Sonne blieben nur der  April und der Juli bis September unter der Norm. Januar und März sowie der Oktober und November waren genau in der Erfüllung. Die anderen lagen leicht drüber. Ausreißer gab es in diesem Jahr nicht. Die meiste Sonne hatte der Juli mit 274 Stunden, prozentual war es allerdings der Dezember mit 135% der Norm.

 

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Das Jahr 2008  war im Mittel der Regionalstationen mit 0,5 bis 2,5 Kelvin Abweichung zu warm, mit 96 bis 132 Prozent niederschlagsnormal und mit 97 bis 119 Prozent sonnenscheinnormal.
Bei den monatlichen Temperaturmitteln hatten die Stationen Berlin-Prenzlau (11,9), Berlin-Rahnsdorf (11,1), Bismark (10,9) und Köthen (10,6) die höchsten Werte aufzuweisen. Die tiefsten Werte wurden an den Stationen Olbernhau/Erzgebirge (8,3), Großerkmannsdorf (9,4), Salzwedel (9,4) und Doberlug-Kirchhain (9,6) gemessen. Im Vergleich zum langjährigen Mittel gab es überwiegend positive Abweichungen. So hatten Berlin-Rahnsdorf (2,5), Bismark (2,4), Berlin-Prenzlau (1,8) und Bln-Friedrichshagen (1,6)  die deutlichsten Abweichungen aufzuweisen. Die Höchstwerte traten vorwiegend am 3. Juli oder am 1. August auf. Die höchsten Maxima registrierten die Stationen Jessen (35,8), Jänickendorf (35,4), Mühlanger (34,8) und Wittenberg (34,7). Es traten nicht viele heiße Tage auf. Die meisten heißen Tage hatte die Station Bismark mit 18, die wenigsten die Station Olbernhau/Erzgebirge mit 2. Es traten mäßig viele Sommertage auf. Die Anzahl der Sommertage lag zwischen 53 in Jessen und 28 in Zahna. Es traten zu wenige Frosttage auf, da es im Januar und Februar keinen Winter gab. Die Anzahl der Frosttage lag zwischen 91 in Olbernhau/Erzgebirge und schlappen 17 in Berlin-Prenzlau. Bei den Eistage sah es noch schlechter aus.  Die Anzahl der Eistage lag zwischen 18 in Olbernhau/Erzgebirge und 3 in Berlin-Prenzlau. Am tiefsten sank das Quecksilber in Bln-Friedrichshagen (-12,8), Doberlug-Kirchhain (-10,8), Olbernhau/Erzgebirge (-10,4) und Eisleben (-10,3).  Im Mittel wurde der kälteste Tag am 31. Dezember registriert. Auch bei den Bodenfrosttagen sah es nicht viel besser aus. Die Anzahl der Bodenfrosttage lag zwischen 113 in Kamenz und 29 in Berlin-Prenzlau. Als tiefste Temperatur am Erdboden registrierte die Messstelle in Eisleben -12,9 Grad Celsius am 31. Dezember.
Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der Regionalstationen lag bei 75 Prozent.
In der Niederschlagsverteilung gab es erhebliche regionale Unterschiede. Die höchsten Niederschlagmengen konnten an den Stationen Olbernhau/Erzgebirge (778,2), Kamenz (777,7), Doberlug-Kirchhain (739,4) und Freiberg (690,3) gemessen werden. Die geringsten Mengen konnten an den Stationen Köthen (504,5), Eisleben (529,4), Jessen (542,5) und Jänickendorf (545,7) registriert werden. In der prozentualen Bilanz führten Doberlug-Kirchhain (132,1), Bln-Friedrichshagen (127,4), Bismark (126,2) und Berlin-Rahnsdorf (116,3) die Rangliste an. In Köthen fielen hingegen nur 96 Prozent des Monatssolls. Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 191 in Berlin-Prenzlau und 134 in Annaburg.  Die höchste Niederschlagsmenge konnte die Station Berlin-Prenzlau mit 39,8 am 21. Januar messen.  An bis zu 38 Tagen lag an den Stationen eine Schneedecke.  
Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen Kamenz (17), Olbernhau/Erz. (17), Freiberg (14) und Jänickendorf (9) .Die Höchstwerte traten vorwiegend am 23. und 25. November auf. Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen Jänickendorf (26 cm), Gröditz (21 cm) , Eisleben (19 cm) und Jessen (15 cm) gemessen werden. 
Die meisten Sonnenstunden registrierten die Regionalstationen in Bismark (1795,1), Jänickendorf (1726,3), Jessen (1640,0) und Mühlanger (1606,4).  Am wenigsten schien die  Sonne in Köthen (1207,2), Kamenz (1575,3), Wittenberg (1598,3) und Doberlug-Kirchhain (1603,4). Prozentual gesehen reichte die Spanne von Bismark (118,9) bis Jessen (96,6), wobei die Stationen mit einem Überschuss klar überwogen.   Heitere Tage gab es im Durchschnitt 26, trübe Tage dagegen 136.
Die höchste Windspitze konnte die Station Jänickendorf mit 35,7 m/s beim Durchzug des Orkantiefs EMMA am 01. März messen.  Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 75, das Mittel mit Windspitzen über Beaufort 8 (stürmische Tage) lag bei 13. Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Kamenz mit 188, bei den stürmischen Tagen war es die Station Doberlug-Kirchhain mit 44. Der Luftdruck hatte ein Mittel von 1006,8 hPa aufzuweisen. 
Die meisten Gewittertage registrierte der Beobachter in Kamenz, wo es an 34 Tagen blitzte und donnerte.
Dieser Bericht wurde automatisch generiert

 

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Nun noch einige statistische Werte des Jahres: An 157 (-9) Tagen des Jahres kam es zu Niederschlag größer gleich 0,1 mm. Im Einzelnen an 32 Tagen zu Sprühregen (+5), 194 (+/-0) zu Regen, 22 (+5) zu Schnee, 7 zu Reif- oder Frostgraupeln. Schneegriesel, Eiskörnern und Hagel wurden in diesem Jahr nicht beobachtet. Es kam an 12 Tagen Mischniederschlag. An 80 Tagen waren die Niederschläge zum Teil als Schauer und an nur 14 (-17) Tagen mit Gewitter und an 4 Tagen mit Wetterleuchten zu beobachten. Fernsichten waren uns 2008 wieder weniger geboten, nur an 24. Dunst gab es an 87 Tagen, 14 mehr als 2007. Nebel trat nur an 13 Tagen auf wie 2007, der November als stärkster Monat. Die Sonne schien an 292 Tagen. Die Glätteerscheinungen gingen deutlich zurück, da wir 2007/2008 praktisch keinen Winter hatten. Sie fielen weit unter das normale Niveau. Sie verteilten sich dafür recht gleichmäßig. 2 Mal Glatteis, 5 Tage mit Eisglätte, immerhin 29 Tage mit Schneeglätte. Reif konnte ich an 67 Tagen beobachten (+6). In 108 Nächten kam es zu Tau. 1 mal konnte Raureif beobachtet werden. Die Schneedeckentage <=50% stabilisierten sich mit 29 Tagen wieder, da es wenigstens im November einen Wintereinbruch gab. Windtechnisch hatte auch das Jahr 2008 ein Highlight zu bieten, der Orkan Emma am 1. März brachte bei mir die höchste je gemessene Windspitze hervor: 35,7 m/s wurden hier gemessen. Spitzen mit mehr als Beaufort 6 gab es an 131 Tagen, mit BFT 8 waren es 12. Im Mittel wurde BFT 6 an 47 Tagen ermittelt. BFT 8 trat am 1. März beim Durchzug des Orkans Emma auf. Damit konnten sich diese Ereignistage weiter steigern.

 

Temperatur- und Niederschlagsverteilungskarte Jahr 2008
auf der Grundlage der VdA-Wetterstationen

 

Temperaturverteilung des Jahres 2008Niederschlagsverteilung des Jahres 2008

 

 

 

Temperturabweichung, Niederschlagsabweichung, Sonnenscheinabweichung

Sommer- und heiße Tage, Eis-, Frost und Bodenfrosttage, Gewittertage

 

ChartObject Sommertage und heiße Tage an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Frost-, Bodenfrost- und Eistage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Gewittertage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen

 

ChartObject Jahresniederschlag der Regionalwetterstationen