Jahresrückblick für 2007

 

 

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Das Jahr 2007 war mit 10,2 °C noch ein wenig wärmer als das Vorjahr (+0,9 Kelvin) mit dem wärmsten Januar (+4,5K), dem trockenstem April (0,3mm; 1%) und einem viel zu nassem Juli (215%). Mit nur 93 Prozent war es ein sonnenscheinärmeres Jahr. Beim Niederschlag gab es eine Überraschung. Trotz des völlig trocken gebliebenen Aprils wurde es das nasseste Jahr meiner Messreihe. 119% oder 642,5 mm wurden hier erreicht.  Was der Winter viel zu warm war, war der Sommer dann zu kalt. Höhepunkte waren unschwer der Orkan „Kyrill“ der am 18. Januar wütete und schwere Schäden anrichtete. In unserer Gegend, in Wittenberg und Lauchhammer sorgte zudem auch noch ein Tornado für zusätzliche Verwüstungen. Der April machte den Bauern zu schaffen, regnete es doch 44 Tage am Stück nicht, dann entspannte sich die Lage. Gewitter war der Mais, Verlierer das Wintergetreide, das teils umgebrochen wurde. Am 22. Juli und 07. und 24. August kam es vielerorts zu Überflutungen und es wurden örtlich Regensummen von 50 bis 103 mm in den Gewitterzellen gemessen. Diesen fielen in wenigen Stunden. Oft war es 10 km weiter völlig trocken geblieben.
Das Jahr war temperaturmäßig genau geteilt. Die ersten 6 Monate waren teils viel zu warm (Januar 4,5K, April 2,9K), ab dem Juli dann kehrte sich das Bild ins Negative. Dabei fiel der Oktober mit einer Abweichung von -1,5k deutlich auf, alle anderen Monate blieben unter -1K. Gerade mal einen heißen tag gab es im August, nachdem im Vorjahr keiner erreicht wurde. Im September warteten wir vergeblich auf einen Sommertag, im Oktober auch keiner über 20°C. Resümee. Nach einem viel zu warmen Vorsommerapril blieb der gesamte Hochsommer statistisch auf der Strecke, es folgte weder ein Altweibersommer noch ein goldener Oktober. Dafür gab es Mitte November den einigen Wintereinbruch mit Schnee. Zur Ehrenrettung des Sommers sei aber gesagt, dass es im Juli 4 heiße Tage in Folge, wovon einer mit 39°C zum zweitheißesten Tag meiner Messreihe wurde. Beim Niederschlag gab es einen deutlichen Anstieg, immerhin gab es 9 Monate mit teils deutlich mehr als 100%, einer mit Null (April), die beiden anderen um 60%. Spitzenreiter war der Juli mit 131mm. Soviel zum Sommer, doch es hätte noch wesentlich mehr sein können, wenn die zahlreichen Gewitterzellen nicht nur über Berlin ihr unheil angerichtet hätten. Dort lag die Jahressumme noch 200 mm höher. Es gab einen herausragenden Sonnenmonat, den April, der die meisten Sonnenstunden noch vor allen Sommermonaten auf sich vereinen konnte. Das gab es noch nie. Es waren stolze 228h. Der Juli im Vergleich erreichte nut 167 Stunden, 61 Stunden weniger.

 

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Das Jahr 2007  war im Mittel der Regionalstationen mit 0,8 bis 2,8 Kelvin Abweichung zu warm, mit 118 bis 164 Prozent das nasseste Jahr der Messungen und mit 93 bis 124 Prozent sonnenscheinnormal. 
Bei den monatlichen Temperaturmitteln hatten die Stationen Berlin-Prenzlau (12,2), Berlin-Rahnsdorf (11,4), Bismark (11,2) und Salzwedel (11) die höchsten Werte aufzuweisen. Die tiefsten Werte wurden an den Stationen Großerkmannsdorf (9,6), Zahna (10), Doberlug-Kirchhain (10,1) und Jessen (10,2) gemessen.  Im Vergleich zum langjährigen Mittel gab es nur positive Abweichungen. So hatten Berlin-Prenzlau (2,8), Bismark (2,7), Berlin-Rahnsdorf (2,6) und Bln-Friedrichshagen (1,9)  die deutlichsten Abweichungen aufzuweisen. Die Höchstwerte traten vorwiegend am 16. Juli auf. Die höchsten Maxima registrierten die Stationen Jänickendorf (39,0 zweitheißester Tag der Messreihe), Doberlug-Kirchhain (38,7), Bln-Friedrichshagen (38,4) und Jessen (38,0). Es traten nur mäßig viele heiße Tage auf. Die meisten heißen Tage hatte die Station Doberlug-Kirchhain mit 17, die wenigsten die Station Zahna mit 2. Die Zahl der Sommertage konnte sich schon eher sehen lassen, auch wenn sie nicht sehr hoch war. Sie lag zwischen 61 in Doberlug-Kirchhain und 31 in Zahna. Frosttage konnten auch nicht viele gezählt werden, da es faktisch keinen Winter gab. Die Anzahl der Frosttage lag zwischen 87 in Jänickendorf und 22 in Berlin-Prenzlau. Bei den Eistagen sah es noch schlechter aus. Die Anzahl lag zwischen 12 in Großerkmannsdorf und 2 in Berlin-Prenzlau. Am tiefsten sank das Quecksilber in Großerkmannsdorf (-16,1), Kamenz (-14,3), Annaburg (-13,1) und Doberlug-Kirchhain (-12,1).  Im Mittel wurde der kälteste Tag am 26. Januar registriert. Es traten mäßig viele Bodenfrosttage auf.  Die Anzahl der Bodenfrosttage lag zwischen 126 in Kamenz und 59 in Bismark. Als tiefste Temperatur am Erdboden registrierte die Messstelle in Kamenz -21,3 Grad Celsius am 26. Januar.
Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der Regionalstationen lag bei 77 Prozent. 
In der Niederschlagsverteilung gab es erhebliche regionale Unterschiede. Die höchsten Niederschlagmengen konnten an den Stationen Nordgermersleben (915,3), Freiberg (904,2), Doberlug-Kirchhain (901,7) und Großerkmannsdorf (864,8) gemessen werden.  Die geringsten Mengen konnten an den Stationen Annaburg (641,8), Jessen (642,5), Jänickendorf (702,8) und Gröditz (723,2) registriert werden.  In der prozentualen Bilanz führten Bln-Friedrichshagen (164), Doberlug-Kirchhain (163), Eisleben (162) und Berlin-Rahnsdorf (160)  die Rangliste an. In Annaburg fielen hingegen nur 118 Prozent  des Monatssolls.  Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 195 in Berlin-Rahnsdorf und 158 in Finsterwalde.  Die höchste Niederschlagsmenge konnte die Station Zahna mit 69,7 am 07. August messen.  An bis zu 22 Tagen  lag an den Stationen eine Schneedecke. Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen Kamenz (17), Finsterwalde (12), Freiberg (12) und Mühlanger (8). Die Höchstwerte traten vorwiegend am 24./25. Januar und am  23. März auf. Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen Finsterwalde (24 cm), Neuenhagen (23 cm), Bln-Friedrichshagen (23 cm) und Jänickendorf (18 cm) gemessen werden.
Die meisten Sonnenstunden registrierten die Regionalstationen in Jänickendorf (1886), Kamenz (1728), Bismark (1725) und Mühlanger (1721).  Am wenigsten schien die  Sonne in Jessen (1575), Doberlug-Kirchhain (1642) und Wittenberg (1677).  Prozentual gesehen reichte die Spanne von Doberlug-Kirchhain (124) bis Jessen (93), wobei die Stationen mit einem Überschuss klar überwogen.  Heitere Tage gab es im Durchschnitt 34, trübe Tage dagegen 125. Die höchste Windspitze konnte die Station Kamenz mit 34,4 m/s beim Durchzug von „Kyrill“ am 18. Januar messen.  Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 83, das Mittel mit Windspitzen über Beaufort 8 (stürmische Tage) lag bei 19.  Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Kamenz mit 205, bei den stürmischen Tagen war es die Station Doberlug-Kirchhain mit 65. Der Luftdruck hatte ein Mittel von 1014,9 hPa aufzuweisen. Die meisten Gewittertage registrierte der Beobachter in Kamenz, wo es an 42 Tagen blitzte und donnerte.
Dieser Bericht wurde automatisch generiert

 

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Nun noch einige statistische Werte des Jahres: An 166 (+30) Tagen des Jahres kam es zu Niederschlag größer gleich 0,1 mm. Im Einzelnen an 27 Tagen zu Sprühregen (+4), 194 (+31) zu Regen, 17 (-12) zu Schnee, 5 zu Reif- oder Frostgraupeln, 4 zu Schneegriesel und 3 Mal zu Eiskörnern und Hagel, wobei nur an 4 Tagen Mischniederschlag auftrat. An 92 Tagen waren die Niederschläge zum Teil als Schauer und an 31 (+13) Tagen mit Gewitter und an 2 Tagen mit Wetterleuchten zu beobachten. Fernsichten waren und 2007 sehr zahlreich geboten, nämlich 37, die meisten im Oktober (8). Dunst gab es an 73 Tagen, 9 weniger als 2006. Nebel trat nur an 13 Tagen auf (-7) Die Sonne schien an rekordverdächtigen 351 Tagen, noch an 26 Tagen mehr als im Vorjahr. Die Glätteerscheinungen gingen deutlich zurück, da wir praktisch keinen Winter hatten. Sie fielen weit unter das normale Niveau. Sie verteilten sich dafür recht gleichmäßig. 3 Mal Glatteis, 5 Tage mit Eisglätte, 13 Tage mit Schneeglätte. Reif konnte ich an 61 Tagen beobachten (=2006). In 126 Nächten kam es zu Tau. Raufrost, Raureif und Rauheis konnten überhaupt nicht gesichtet werden. Die Schneedeckentage <=50% gingen mit 13 Tagen und bodenlose. Dafür war der Wind in diesem Jahr noch üppiger durch Orkan Kyrill aber auch den Herbststürmen, die s 2006 gar nicht gab. Spitzen mit mehr als Beaufort 6 gab es an 110 Tagen, mit BFT 8 waren es 10. Im Mittel wurde BFT 6 an 38 Tagen ermittelt. BFT 8 trat am 18. Januar beim Durchzug des Orkans Kyrill auf.

 

Temperatur- und Niederschlagsverteilungskarte Jahr 2007
auf der Grundlage der VdA-Wetterstationen

 

Temperaturverteilung des Jahres 2007Niederschlagsverteilung des Jahres 2007

 

 

 

Temperturabweichung, Niederschlagsabweichung, Sonnenscheinabweichung

Sommer- und heiße Tage, Eis-, Frost und Bodenfrosttage, Gewittertage

 

ChartObject Sommertage und heiße Tage an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Frost-, Bodenfrost- und Eistage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Gewittertage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen

 

ChartObject Jahresniederschlag der Regionalwetterstationen