Jahresrückblick für 2005

 

 

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Das Jahr 2005 war mit 9,5 °C ein weiteres leicht zu warmes Jahr (+0,2 Kelvin) mit einem zu kalten Sommer (Juni bis August -0,3K), mit 111 Prozent aber ein sonnenscheinreiches Jahr. Auch mit dem Niederschlag ging es deutlich bergauf. Fast 121 Prozent vom langjährigen Wert konnten erreicht werden. Nur vier Monat waren im Jahr 2005 zu warm (Jan, April, Sept. Okt). Weitere 4 waren temperaturnormal (Mai-Juli, Nov).Die andern 4 also mit negativen Abweichungen (Feb, März, Aug, Dez).Dabei war der August  mit - 1,9 Kelvin der kälteste in der Negativabweichung mitten im Sommer. Starker Kontrast dagegen der Januar mit der höchsten positiven Abweichung von +2,9 Kelvin mitten im Winter. In der Jahrestemperaturkurve knickte der August völlig ein und unterbrach den sonst typischen Sinuscharakter. Im August wurde auch kein heißer tag vermeldet. Beim Niederschlag gab es einen leichten Aufwärtstrend. Der Mai riss das bis dahin zu trockene Frühjahr noch rechtzeitig aus der Versenkung. Am trockensten war der Monat April mit nur 45%. Die Monate mit mehr als 100% hielten sich mit denen unter 100% die Waage. Zwei Monate ragten heraus. Der Mai mit 175 % und 101mm, sowie dann der Juli mit stolzen 262% (161 mm). Das Jahr schloss dadurch mit einem behaupteten Plus von 123% ab. Drei herausragende Sonnenmonate gab es. Der April mit 132%, der September mit 138% und der Oktober mit 136%. Dadurch konnte das Jahr auch positiv schließen. 
 Hier ein Blick auf die herausragenden Wetterereignisse des abgelaufenen Jahres: Es begann viel zu warm, von Winter keine Spur. Bis zum 13. gab es weder Hütten- noch Bodenfrost. Mit 7,0°C als Temperaturmittel war die erste Januardekade 0,2 Kelvin wärmer als die durchschnittliche 1. Aprildekade. Erst ab dem 23. Wurde eine Schneedecke registriert, die dann 12 cm erreichte und bis Monatsende Bestand hatte. Am 30. wurde es langsam wieder milder. Die erste Februardekade war von Sonnenschein geprägt. Bis zum 12. War es also wieder frühlingshaft. Die Warmfront des Orkantiefs über Irland brachte am 12. Werte von fast 11°C. Die Kaltfront läutete den nächsten Winter ein. Gleichzeitig machte sich ein stürmischer Wind bemerkbar. Um die 10 cm lagen fortan, zu Monatsende sogar 20 cm. Zwischendurch kam es immer mal wieder zu Mittagstauwetter unter der Sonne. Zu den kältesten Nächten des Februars kam es am 27. und 28. mit -12,7/-11,2°C, das E-Min verharrte bei -15,5/-16,6°C. Winterlich ging es auch im März weiter, bis zum 12. lag die Schneedecke. Leichte Plusgrade wurden in der Mittagssonne gemessen. Daher sackte die Schneedecke bis dahin zusammen. Am 13. hatten wir es geschafft! 4 Wochen am Stück eine Schneedecke, die nur an 3 Tagen durchbrochen war. Dies war die drittlängste Periode einer Schneedecke seit Messungsbeginn 1985. Der Winter neigte sich dem Ende zu. Krokusse und Schneeglöckchen blühten innerhalb von 3 Tagen auf. Ein ersten richtigen Frühlingstag mit 19,2°C erlebten wir am 16. Zu Monatsende dann eine deutliche Wetterbesserung. Die ersten 4 Tage des April waren von außergewöhnlichem Sonnenschein geprägt. Bei bis zu 11,8 Stunden täglich kamen so 47 Sonnenstunden zusammen. Am 3./4. stieg die Temperatur erstmals über 20°C und machte die Frühlingsidylle perfekt. Nach dem 20. kam ein derber Bruch, es wurde recht kalt. Der 21. bis 24. setze besonders der Natur zu. An diesen Tagen sank das Quecksilber in der Hütte auf Werte bis zu -4,8°C, am Erdboden sogar auf minus 8,5°C. Die Obstblüte war damit zu 95 % zerstört! Sogar Hecken wie Buchsbaum und Liguster sind in den Trieben erfroren. Hier müssen wir wohl von vorgezogenen Eisheiligen sprechen. Am Abend des 27. ein erstes Frühlingsgewitter sogar mit Hagel von 4 mm Durchmesser. Der 1. Mai wurde mit der erste Sommertag. Und als ob das noch genug wäre, brachte uns der  2. Mai sogleich den ersten heißen Tag (32,1°C). Damit ist es der zeitigste heiße Tag meiner Messreihe seit 1985. Geschlagen wurde der 5. Mai 2003. Von den Unwettern im nördlichen Berlin, wobei örtlich 73 Liter fielen, bekamen wir  nichts ab. Der lang ersehnte Niederschlag, der 19,3 mm brachte, fiel am 8. Damit war die Trockenperiode, die seit Mitte März anhielt,  fürs erste gebannt. Gewitter und Hagel bis 8 mm am 9. Der Hagel führte zu einer kurzzeitigen Ausbildung einer durchbrochenen Hageldecke. Die "Kalte Sophie" schlug am 13. zu (-2,2°C). Doch die Eisheiligen waren damit noch nicht überstanden. Den ersten ergiebigen Landregen der Stärke 1 brachte der 14. Bis zum Folgemorgen waren es 24,6 mm. Der 18. läutete dann eine nochmalige Bodenfrostperiode von 3 Tagen ein. Höhepunkt war der 19. mit  -4,5°C. Auch Hüttenfrost von -0,9°C trat auf. Und dass so spät, zugleich der kälteste seiner Art seit 1985. Ein kräftiges Nachtgewitter zum 23. legte im Nachbarort die Kommunikation lahm, ein Blitz schlug dabei in einen Baum neben der Ortvermittlungsstelle ein, die außer Gefecht gesetzt wurde. Der 4. Sommertag des wurde der 26. der Auftakt für eine kurze und intensive Hochsommerphase. Der Tagesrekord am 27. wurde nur um 0,3 Kelvin verfehlt (1986 32,0°C). Dieser wurde mit 33,6°C am 28. seit 1999 (30,0) erreicht, es war auch zugleich absoluter Mairekord der Maximumtemperatur seit Messungsbeginn 1985. Es folgte fast eine Tropennacht (19,1°C). Ein sehr kräftiges Gewitter beendete zum 30. die hochsommerliche Phase. In Dümde geriet durch einen Blitzschlag eine Scheune in Brand. Es folgte Schafskälte bis zum 13. Juni. Am 2. erreichte sie -2,2°C. Dabei erfroren vielerorts Gurken und Tomaten. Nur einen hochsommerlichen Tag mit 28 °C bescherte uns der 3. Die Maxima blieben dann teils unterhalb der Mittelwerte. Einer der wenigen Tage mit ergiebigen Niederschlägen am 5. mit 17,4 mm aus Landregen stellet sich ein. Die erste Hitzewelle des Juni ging am 20. Los. Mit 32,3°C wurde der 21. der heißeste Tag des Junis. Der Boden ist schon wieder ausgetrocknet. Auch bis zum Nachmittag des 25. War es sonnig und heiß (32°C). Dann kam die Unwetterfront, Gewitter brachten 17 Liter in einer Stunde und eine Abkühlung um 11 Kelvin auf 21°C. Der Niederschlag war eine Wohltat. Der Wunsch nach mehr Niederschlag sollte im Laufe des Julis mehr als erfüllt werden. Am 5. der erste ergiebige Regen (17,4mm). Dauerregen mit einer Tagesbilanz von 14 Litern vom 8 zum 9. Mikt 19,6 mm. Am Abend des 9. kam es zu einigen Einschlägen, die auch die Wetterstation zerstörten. Die erste Dekade hatte schon 52 mm. Die zweite Dekade blieb mit wenigen Ausnahmen schön und sommerlich. Richtig heftig wurde es am 21. Ein massives Regengebiet brachte bis zum späten Abend über 30 Liter. Insgesamt  36 Liter. Am Abend des 25. zog eine Gewitterfront über Berlin (bis zu 20 mm), die hier aber nur leicht war. Der 29. begann bereits mit einem kräftigen Gewitter und 6,6 mm. Zum Mittag hin ein schweres Zenitgewitter (von der Blitzkraft). Nur 400 Meter in südöstlicher Richtung schlug es ein. Das reichte, um am PC die Schnittstellen außer Gefecht zu setzen. Nun hatte auch die zweite Station einen Totalschaden. Um 20 Uhr ging es erst richtig los. Bis spät in die Nacht wüteten Gewitter hoch 2. Es war die Nacht der Blitze!!! Eine solche Häufung hatte ich bis dahin noch nie erlebt. Es gewitterte über 6 Stunden hintereinander. Die Blitzrate betrug 60 bis 80 pro Minute. Deutschlandweit sollen es mehr als 100 Tausend Blitze gewesen sein. Jänickendorf hatte 49,3 mm, Baruth bis 0 UTC 58,4 mm, dann fiel dort die Station aus, und Jessen 84 Liter. Der 29. hatte den 3. höchsten Tagesniederschlag, der in 20 Jahren gemessen wurde. Vom Sommer war im August weiterhin keine Spur. In der ersten Dekade kamen nur 4 Tage überhaupt über die 20 °C-Marke. Ein Vb-Tief brachte bereits am 3. wieder anhaltenden Regen, der 10 Liter brachte. Bis zum 10. blieb es nicht mehr niederschlagsfrei. Einen schönen "Frühlingstag" in diesem Hochsommer erlebten wir am 8. In der Sonne war es schön, aber im Schatten klapperte man wie Ende September bei 19°C. Der Sommer kam noch einmal zurück! Den ersten Sommertag des Augustes schafften wir aber erst am 18., einer der spätesten Eintrittstage für diesen Monat. Es folgen 5 Sommertage. Der 20., erinnerte hier um Mitternacht an den 29.7. Wieder kräftige Gewitter und Platzregen mit 24 Liter, davon 20 in 40 min. Bis zum 25. folgten recht milde Nächte. Das lag an den Ausläufern des Vb-Tiefs der Alpen. Hier regnete es zwar nur  noch 4 Liter am 23. Ab 25. blieb es trocken. Der Sommer kam zurück. Ab dem 29. Sommertage ohne Wolken. Eine stabile Hochdruckbrücke über Europa hatte sich aufgebaut. Eigentlich gehört diese Wetterlage in den Hochsommer (Hundstage). Die Wetterlage hielt bis in die zweite Dekade des Septembers. In Wittenberg wurde am 1. mit 29,9°C knapp ein heißer Tag verfehlt, der dennoch den wärmsten Tag des Augustes um über 2 K überbot. Mit 28,5°C war der 01. auch in Jänickendorf der wärmste der Messreihe seit 1985. Mit 27,2°C folgte der wärmste 6. September meiner Messreihe. Dann der neue Rekord. Mit 30,3°C ein heißer Tag am 8. September. Das ist der höchste Wert in einem September und zugleich der 2. späteste Eintrittstag nach dem 22. 09.2003 (30,1°C). Ein Gewitter am 10. beendete vorerst die Altweibersommerwitterung. Ein durchnässter Tag folgte am 16. In der Nacht fielen schon 12 Liter, am Vormittag noch mal 4,7 mm. Am 17. eine Wetterwende. Der erste Bodenfrost schlug am 18. Morgen mit -1,4°C zu Buche. Auch in der Hütte war es recht frisch, es fehlten nur 0,4°C zum ersten Hüttenfrosttag. Gutes Altweibersommerwetter war wieder an der Tagesordnung. Bis zu 20°C schaffte die Sonne. Ab dem 22. auch wieder Werte über 20°C. Mit einer Front, die 2 mm Niederschlag brachte, endete die trockene Altweibersommerphase am 27. Regen begleitet die letzten Tage des Monats Die Maximumwerte pendelten nur noch um die 15°C. Mit Regen (10mm) begann der Oktober. Damit sollte aber am 2. Schon Schluss sein. Es setzte eine 18 tägige Trockenpause ein. Denn der nächste Niederschlag fiel erst am 20. Bis zum 11. steigerte sich die Tagestemperatur bis auf fast 20°C. Es gab aber auch den ersten Bodenfrosttag des Monats am 11. Diesen gab es bis zum 19. mit Ausnahme des 12. und 17. Nebel gab es auch 3-mal: am 13., 14. und 16. In der Nacht zum 14. folgte der erste Reifansatz der Saison. Zum Morgen des 16. der stärkste Frost bisher mit -6,1°C am Boden und -2,9°C in der Hütte. Dazu Reif, Nebel und Raueis an den Zäunen. Es war die "Blätterfallnacht", also die Nacht mit dem ersten kräftigeren Frost, bei der schlagartig eine Menge Blätter fallen. Kulturen wie Studenten, Kanna und Dahlien sind nun auch erfroren. Es war der letzte frost im Oktober. Aufkommende hohe Bewölkung kündigte am 20. den Wetterwechsel an, hin zu milderen Nächten und durchwachsenem Wetterspiel. Der erste Herbststurm zog am 26. übers Land und erreichte Werte um Windstärke 7. Mit  herrlichem Spätherbstwetter und angenehmen Temperaturen bis 17°C verabschiedete sich dieser „goldene“ Oktober an seinen letzten Tagen. Das milde sonnenscheinreiche Wetter setzte sich zunächst bis zum 2. November fort. Der 3. brachte einen neuen Tagesrekord von 17,0°C seit 1985 (16,3°C 1991) hervor.  Der 4. und 5. war von Regen geprägt. Recht sonnig ging es die nächsten 4 Tage weiter. Doch die Temperaturen wurden jetzt merklich kühler. Bestes Herbstwetter bei 10 bis 13°C setze sich vom 10. bis 13 fort.  Ersten Bodenfrost mit 4 cm Eindringtiefe gab es am 13. Ab dem 14. schloss sich eine wechselhafte Witterung an. Dabei kam es am 16. zum ersten Wintereinbruch. Bereits am Abend des 16. wurde der hohe Fläming das erste mal winterlich weiß. In Wiesenburg fielen 1 cm Schnee. Am Nachmittag des 17. fiel anfangs Regen, der sich recht schnell in Schnee wandelte. Zum Abendtermin konnten dann erstmals in diesem Winter 5 cm Neuschnee gemessen werden. In den letzten drei Tagen kamen 27 mm zusammen. Es folgte eine kalte Periode mit Nachtfrösten, die über den November hinaus gingen. Reif war an der Tagesordnung. Zunehmender Wind bei starkem Druckfall bescherte uns der 24. So machte sich das stabile wetterbestimmende Tief bemerkbar, das sich im Nordwesten der Republik festsetzte und dort für chaotische Witterungsverhältnisse sorgte. Im Münsterland und vor allem in den Niederlanden fielen teils mehr als 30 cm Schnee, was dort das öffentliche Leben komplett lahm legte. Hier seit dem Morgen des 25. Nur leichter Schneefall mit 3 cm. So konnte man pünktlich vor dem ersten Advent den ersten Wintertag genießen. Mit Winterwetter startete auch der Dezember. Bis zum 3. lagen noch Schneereste rum. In der ersten Dekade war nur der 8. bodenfrostfrei. Glatteisregen am Morgen des 4. Die folgenden Tage waren durch Nebel, Regen und Sprühregen geprägt. Ab der zweiten Dekade gab es jeden Tag Niederschlag. Richtig Sonne gab es dabei nur an zwei Tagen, dem ersten Weihnachtsfeiertag und am Monatsvorletzten. Trüb war es also bis nach Heiligabend. Am 15. dann der erste Wintersturm. Gegen Mittag überquerte uns die Okklusionsfront mit kräftigen Regen. Das Orkantief erreichte uns gegen Mittag des 16. Der Wind erreichte eine Spitze von 25,1 m/s, ein Wert, der seit Jahren nicht erreicht wurde. Das höchste Windmittel wurde mit 17,7 m/s festgestellt, was somit einen Sturmtag darstellt. Auch ein solcher wurde schon lange Zeit nicht mehr registriert. Bis um 11 Uhr waren 16 Liter gefallen. Ab 16 Uhr schneite es nur noch. Es winterte sich ein. In den nächsten tagen immer wieder ein Wechselspiel zwischen Schneefall und Abtauen. Dann war das „Weihnachtstauwetter“ da. Am Heiligabend noch einige kurze kräftige Schauer bei bis zu 8°C. Damit war der Heiligabend auch der wärmste Tag des Dezembers. Der erste Weihnachtsfeiertag überraschte mit Sonnenschein. Ab dem 2. Feiertag kräftiger Schneefall. Zum Abend konnten 11 cm  gemessen werden. Winterlich blieb es bis über alte Jahr hinaus, auch wenn es ab dem 31. am Tage immer wieder zu leichtem Tauwetter kam. Der Altschnee schrumpfte zusammen und vereiste. Zum Abend des 28. setzte wieder Schneefall ein. Es war ein Vb-Tief, das uns mit Neuschnee voll erwischte. 17 cm am Morgen. Bis zum Mittag war der intensivste Schneefall durch, bis dahin waren es 20 cm. Aufkommender Wind führte zu mäßigen Verwehungen. Der Silvestermorgen lockte mit Tiefstwerten von -21,4°C am Erdboden (Jahresrekord) und in der Luft von -13,4°C (auch Jahresrekord), dann aber bis zum Mittag Anstieg auf Werte um Null Grad Celsius. Tauwetter beendete das Jahr.

 

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Das Jahr 2005 war im Mittel der Regionalstationen mit -0,5 bis 1,7 Kelvin Abweichung zu warm, mit 92 bis 155 Prozent niederschlagsnormal und mit 92 bis 122 Prozent sonnenscheinnormal.
Bei den monatlichen Temperaturmitteln hatten die Stationen Berlin-Rahnsdorf (10,3), Bismark (10,2) und Wartenburg (9,9) die höchsten Werte aufzuweisen. Die tiefsten Werte wurden an den Stationen Erkner (7,8) und Grosserkmannsdorf (8,6) gemessen.  Im Vergleich zum langjährigen Mittel gab es überwiegend positive Abweichungen. So hatten Bismark (1,7), Berlin-Rahnsdorf (1,6), Wartenburg (1,2) und Berlin/Prenzlau (1,1)  die deutlichsten Abweichungen aufzuweisen. Die Höchstwerte traten vorwiegend am 28.05 auf. Die höchsten Maxima registrierten die Stationen Erkner (36,1), Steinölsa (35,9), Grosserkmannsdorf (35,4) und Jessen (34,8). Es gab wieder recht wenig heiße Tage auf.  Die meisten heißen Tage hatte die Station Bismark mit 17, die wenigsten die Station Zahna mit 3. Die Zahl der Sommertage hat sich leicht erhöht.  Die Anzahl der lag zwischen 61 in Steinölsa und 31 in Zahna. Es traten auch wieder mehr Frosttage auf.  Die Anzahl der Frosttage lag zwischen 114 in Doberlug-Kirchhain und 73 in Berlin-Rahnsdorf. Die Anzahl der Eistage lag zwischen 29 in Finsterwalde und 13 in Teltow und Berlin-Friedrichshagen. 
Am tiefsten sank das Quecksilber in Doberlug-Kirchhain (-18,3), Mühlanger (-15,7) und Grosserkmannsdorf (-15,4).  Am häufigsten wurde der kälteste Tag des Jahres am 31.12. registriert. Es traten außergewöhnlich viele Bodenfrosttage auf.  Die Anzahl der Bodenfrosttage lag zwischen 146 in Jänickendorf und 97 in Bismark. Im Schnitt wurden also 4 Monate mit Bodenfrost festegestellt, 1 Monat mehr als im Vorjahr. Als tiefste Temperatur am Erdboden registrierte die Messstelle in Jänickendorf -21,4 Grad Celsius am 30.12.
Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der Regionalstationen lag bei 71 Prozent.
Niederschlagsverteilung war in der Region recht ausgeglichen. Die höchsten Niederschlagmengen konnten an den Stationen Freiberg (920,1), Doberlug-Kirchhain (829,1), Grosserkmannsdorf (801,0) und Finsterwalde (730,9) gemessen werden.  Die geringste Menge konnte an der Station Bismark (489,8) registriert werden.  In der prozentualen Bilanz führten Doberlug-Kirchhain (155,5), Bln-Friedrichshagen (134,9), Berlin-Rahnsdorf (129,1) und Finsterwalde (129)  die Rangliste an. In Bismark fielen hingegen nur 92 Prozent  des Monatssolls.  Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 179 in Berlin-Rahnsdorf und 140 in Finsterwalde.  Die höchste Tagesniederschlagsmenge konnte die Station Jessen mit 78,1 am 29.07. messen. Dies war die berüchtigte Starkgewitternacht, wo auch an anderen Stationen neue Tages- und Klimatagesrekorde erreicht wurden.
Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen Freiberg (43), Steinölsa (25), Kamenz (23) und Bln-Friedrichshagen (22).Die Höchstwerte traten vorwiegend am 28.02 auf. Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen Steinölsa (110 cm), Jänickendorf (94 cm), Bln-Friedrichshagen (77 cm) und Köthen (74 cm) gemessen werden.  

Die meisten Sonnenstunden registrierten die Regionalstationen in Mühlanger (1893), Jessen (1883), Jänickendorf (1881) und Bismark (1838).  Am wenigsten schien die  Sonne Köthen (1516) und Neuenhagen (1575).  Prozentual gesehen reichte die Spanne von Bismark (122) bis Neuenhagen (92), wobei die Stationen mit einem Überschuss klar überwogen.  Heitere Tage gab es im Durchschnitt 45, trübe Tage dagegen 120. Die höchste Windspitze konnte die Station Wittenberg mit 28,5 m/s messen.  Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 29, das Mittel mit Windspitzen über Beaufort 8 (stürmische Tage) lag bei 4.  Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Steinölsa mit 135, bei den stürmischen Tagen war es auch die Station Steinölsa mit 22.
Der Luftdruck hatte ein Mittel von 1016,7 hPa aufzuweisen.  Die meisten Gewittertage registrierte der Beobachter in Mühlanger, wo es an 26 Tagen blitzte und donnerte.
Dieser Bericht wurde automatisch generiert

 

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Nun noch einige statistische Werte des Jahres: An 159 (+9) Tagen des Jahres kam es zu Niederschlag größer gleich 0,1 mm. Im einzelnen an 18 Tagen zu Sprühregen, 164 zu Regen, 56 (+30) zu Schnee, 9 zu Reif- oder Frostgraupeln und 2 zu Schneegrieseln, wobei etwa 18 Prozent als Mischniederschlag auftraten. An 96 Tagen waren die Niederschläge zum Teil als Schauer und an 24 (+5) Tagen mit Gewitter und an 5 Tagen mit Wetterleuchten zu beobachten. 37 Tage waren uns Fernsichten geboten. Dies ist wieder recht hoch. An nur 68 Tagen mussten wir uns mit Dunst unter 8 km Sicht zufrieden geben. Im Vorjahr waren es noch 82. Nebel trat wieder an 24 Tagen auf, was genau dem Durchschnitt entsprach. Die Sonne schien an 292 Tagen des Jahres. Glätteerscheinungen nahmen deutlich zu und landeten bei einem leicht übernormalen Niveau. Grund dafür sind die vermehrten Schneedeckentage. Sie verteilten sich über den Winter hin recht gleichmäßig. 2-mal Glatteis, 28 Tage mit Eisglätte, 55 Tage mit Schneeglätte. Reif konnte ich an 66 Tagen beobachten. In 167 Nächten kam es zu Tau. Raureif konnte nur einmal beobachtet werden. Dafür steigen die Schneedeckentage <=50% gegenüber dem Vorjahr auf fast das doppelte, nämlich auf 58. Der Wind war in diesem Jahr normal lebhaft. Spitzen mit mehr als Beaufort 6 gab es an 56 Tagen, mit BFT 8 waren es 2. Im Mittel wurde BFT 6 immerhin an 14 Tagen ermittelt. BFT 8 trat im Dezember 1 mal auf. Es war der Weihnachtsorkan vom 16.12., bei dem auch die höchste Windspitze von 25,1 m/s seit über 3 Jahren gemessen wurde. auf. Weitere markante Stürme gab es nicht.

 

Temperatur- und Niederschlagsverteilungskarte Jahr 2005
auf der Grundlage der VdA-Wetterstationen

 

Temperaturverteilung des Jahres 2005Niederschlagsverteilung des Jahres 2005

 

 

 

Temperturabweichung, Niederschlagsabweichung, Sonnenscheinabweichung

Sommer- und heiße Tage, Eis-, Frost und Bodenfrosttage, Gewittertage

 

ChartObject Sommertage und heiße Tage an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Frost-, Bodenfrost- und Eistage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Gewittertage an den Regionalwetterstationen  

 

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen 

 

ChartObject Prozentuale Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert (1961-1990) der Regionalwetterstationen

 

ChartObject Jahresniederschlag der Regionalwetterstationen